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Kranker Teddybär © Monika 3 Steps Ahead

Kinderarztbesuch – wann und wie oft?

Bis zum fünften Lebensjahr des Kindes sind die wichtigsten Untersuchungen im Mutter-Kind-Pass festgeschrieben. Durchgeführt werden sie von Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde, die Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr betreuen. Es gibt unterschiedliche Gründe, die einen Besuch bei der Kinderärztin/beim Kinderarzt notwendig machen. Grundsätzlich gilt die Devise: Lieber einmal zu oft zur Kinderärztin/zum Kinderarzt gehen als einmal zu wenig . . .

Wann zur Kinderärztin/zum Kinderarzt?

Abgesehen von den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kann es viele Gründe geben, die einen Besuch bei der Kinderärztin/beim Kinderarzt notwendig machen. Grundsätzlich gilt bei Krankheit oder im Zweifelsfall: Lieber einmal zu oft zur Kinderärztin/zum Kinderarzt gehen als einmal zu wenig. Kinderärztinnen und Kinderärzte bieten darüber hinaus Betreuung und Unterstützung bei Fragen rund um Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Stillen, Ernährung, Allergien und Unverträglichkeiten.

Wann ins Krankenhaus?

Es gibt Erkrankungen, die es notwendig machen, sofort ins Krankenhaus zu fahren oder die Rettung (Euro-Notruf 112 bzw. Notruf 144) zu alarmieren. Das ist dann der Fall, wenn Ihr Kind

  • Fieber (über 39 Grad Celsius) hat und unter sechs Monate alt ist,
  • schriller oder mehr schreit als üblich,
  • wenig oder nichts trinkt (bei Kindern unter zwölf Wochen kann ein halber Tag ohne Flüssigkeit schwerwiegende Folgen haben),
  • wenig Harn hat,
  • starke Schmerzen hat,
  • auf Berührungen empfindlich oder schreckhaft reagiert,
  • akute Atemnot hat,
  • länger anhaltenden wässrigen Durchfall hat,
  • wiederholt erbricht,
  • hohes Fieber über 41 Grad Celsius hat (und/oder pfeifende Atemgeräusche macht),
  • plötzlich ohnmächtig geworden ist oder
  • Verbrennungen, Verletzungen oder Vergiftungen erlitten hat.
Falls Sie die Rettung anrufen, geben Sie der Einsatzzentrale am Telefon durch,
was passiert ist, welche Symptome vorliegen, seit wann die Symptome auftreten, wo Sie gerade sind und wie viele Personen verletzt oder betroffen sind. Hinweise zum Verhalten im Notfall erhalten Sie auch unter folgendem Link: Erste-Hilfe/Notfall.

Wie oft zur Kinderärztin/zum Kinderarzt?

Der Mutter-Kind-Pass dient als Basis für die ersten Kinderarztbesuche des Babys. Um das Kindergeld in voller Höhe in Anspruch nehmen zu können, müssen die ersten zehn Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen absolviert werden (die ersten fünf Untersuchungen erfolgen bereits während der Schwangerschaft). Aber auch die übrigen im Mutter-Kind-Pass vorgesehenen Untersuchungen sind wichtig für Ihr Kind, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Dies gilt insbesondere für Störungen der Aufmerksamkeit, Reaktion auf die Umwelt, Spielverhalten etc. Aber auch die Entwicklung von Sprache, Motorik und Verhalten müssen beobachtet werden, ebenso wie körperliche Entwicklungen. Denn nur eine frühzeitige Diagnose von Entwicklungsstörungen verhindert Verzögerungen der notwendigen Therapiemaßnahmen.

Werden diese Abweichungen und Störungen im Kleinkindalter erkannt, können Eltern gemeinsam mit Ärztinnen/Ärzten bzw. auch mit Psychologinnen/Psychologen oder Therapeutinnen/Therapeuten noch vor dem Schuleintritt des Kindes Maßnahmen ergreifen. Wenn es sich um krankheitsbedingte Störungen handelt, werden die Kosten von der Sozialversicherung übernommen. Bei reinen Entwicklungsstörungen übernimmt die Sozialversicherung die Kosten nicht oder nur zum Teil.

Sinnvoll ist auch eine ärztliche Beratung zu Beginn der Pubertät. Die Themen dabei sind unter anderen Alkohol, Drogen und Sexualität.

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