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 Erdkugel © Romolo Tavani

WHO-Gesundheitsziele

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitserklärung (WHO) betonten 1998 in einer Grundsatzerklärung, dass es zu den Grundrechten eines jeden Menschen gehört, sich der bestmöglichen Gesundheit erfreuen zu können. Die Verbesserung der Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen stellt demnach das Ziel der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung dar. Die Mitgliedstaaten erklären des Weiteren, dass sie sich den ethischen Konzepten von Chancengleichheit, Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und einer Perspektive, die unterschiedliche Bedürfnisse von Männern und Frauen berücksichtigt, verpflichtet fühlen.

Einer Politik der „Gesundheit für alle“ soll durch regionale und nationale Konzepte und Strategien Wirkung verliehen werden. „Ist das gesund?“ – diese einfache Frage sollte zunehmend in wichtige Entscheidungen von gesellschaftlicher Tragweite einfließen.

Rahmenkonzept für Europa

Ein Rahmenkonzept „Gesundheit für alle“ wurde für die Europäische Region der WHO 1998 erarbeitet. Dieses Rahmenkonzept basiert auf einer gründlichen Analyse der Gesundheitsprobleme der Menschen in dieser Region, setzt Ziele für die gesundheitliche Verbesserung und beschreibt Strategien, nach denen Länder, Organisationen und Bürgerinnen/Bürger länderspezifische Konzepte in praxisnahe Programme umsetzen können. Die Hauptziele sind:

  • Die Gesundheit der Bevölkerung während der gesamten Lebensspanne zu fördern und zu schützen sowie
  • die Verbreitung der wichtigsten Krankheiten und Verletzungen zu reduzieren.

Handlungsrahmen für Länder & Gemeinden

Das Rahmenkonzept sollte in der Gesundheitspolitik jedes Mitgliedstaats berücksichtigt werden. „Gesundheit für alle“ ist ein Prozess, der nach und nach die Gesundheit der Bevölkerung verbessern soll. Dafür wurden 21 Ziele für die EU-Region genauer formuliert. Sie bilden einen Handlungsrahmen und Anregungen für mögliche Ziele und Schwerpunkte auf Länder- bzw. Gemeindeebene. Wichtige Ziele sind unter anderem:

  • gesundheitliche Chancengleichheit – Verringerung sozialer und geschlechtsspezifischer Benachteiligungen,
  • ein gesunder Start ins Leben,
  • Gesundheit junger Menschen,
  • Altern in Gesundheit,
  • Verbessern der psychischen Gesundheit,
  • Verringerung übertragbarer und nicht übertragbare Krankheiten,
  • eine gesunde und sichere Umwelt,
  • gesünder leben – Ernährung, Bewegung,
  • Verringerung der durch Alkohol, Drogen und Tabak verursachten Schäden,
  • Gesundheitsförderung in Settings sowie
  • Konzepte und Strategien zu „Gesundheit für alle“.

Quelle: WHO (1998).

Weitere Informationen:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

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