Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Radiotechnologin © Kot63

Radiologietechnologin/Radiologietechnologe

Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen arbeiten in der Anwendung von ionisierenden Strahlen in der diagnostischen und interventionellen Radiologie und Kardangiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und anderen bildgebenden Verfahren wie Computertomographie, Ultraschall und Kernspintomographie bei der Untersuchung und Therapie von Patientinnen und Patienten . . .

Offizielle Berufsbezeichnung

Radiologietechnologin/Radiologietechnologe, oftmals mit RT oder RTD abgekürzt. Der Überbegriff lautet radiologisch-technischer Dienst.

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Radiologietechnologie ist ein eigenständiger Beruf in dem die Berufsangehörigen eigenverantwortlich alle Methoden mittels ionisierender Strahlen wie diagnostische Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und anderer bildgebender Verfahren wie Ultraschall und Kernspinresonanztomographie zur Untersuchung und Behandlung von Menschen sowie zur Forschung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, anwenden und eigenständig durchführen.

Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen sind für die Planung, Durchführung und Optimierung von Untersuchungen bzw. Behandlungen inkl. deren Nachbearbeitung, Auswertung, Dokumentation, Qualitätssicherung und -kontrolle verantwortlich. Sie führen nach ärztlicher Verordnung eigenverantwortlich alle Röntgenuntersuchungen, Mammographien, Ultraschalluntersuchungen, Computertomographien (CT), Magnetresonanztomographien (MRT) sowie Untersuchungen, bei denen Kontrastmittel zum Einsatz kommen, durch. Sie arbeiten eigenverantwortlich bei der Interventionellen Radiologie und Kardangiographie inkl. Sterilbereich.

Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen spielen z.B. in der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Sie erstellen den Therapieplan (computerunterstützte Berechnung der Dosis und Berechnung der Bestrahlungsfelder und -eingrenzungen) und führen die Strahlentherapie durch. Sie sind durch den engen Patientenkontakt auch wichtige Ansprechpartner. In der Nuklearmedizin sind sie für die Präparation der Radiopharmaka zuständig und nehmen die Applikation vor. Sie führen die Untersuchungen und Therapien durch, sind zuständig für die Bilddatenakquisition, Auswertung, Dokumentation und die Versorgung der Patienten mit durchführungsrelevanten und strahlenschutzrelevanten Informationen.

Wo arbeiten Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen?

Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen arbeiten in Krankenhäusern, Ambulatorien, Ordinationen, in der Gesundheitsvorsorge, in Einrichtungen der Forschung, Wissenschaft, Industrie oder Veterinärmedizin sowie als Strahlenschutzbeauftragte und als Sicherheitsbeauftragte im MR. Sie können ihren Beruf in einem Dienstverhältnis oder freiberuflich ausüben.

Fundierte Ausbildung

Das Studium dauert drei Jahre und erfolgt an Fachhochschulen (Studiengang Radiologietechnologie). Es schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelor of Science in Health Studies ab. Um ständig auf dem aktuellen Stand zu sein, müssen sich Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen regelmäßig fortbilden.

Ab Jänner 2018 müssen sich Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen in das Gesundheitsberuferegister eintragen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Erfolgt die Leistung einer Radiologietechnologin/eines Radiologietechnologen in einem Krankenhaus, sind die Kosten durch die Krankenversicherungsträger abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie unter Krankenhausaufenthalt.

Im niedergelassenen Bereich

Es ist für Radiologietechnologinnen/Radiologietechnologen möglich, freiberuflich tätig zu sein und z.B. eine eigene Praxis zu betreiben. Leistungen wie z.B. Röntgenaufnahmen könnten direkt bei einer Radiologietechnologin/einem Radiologietechnologen in Anspruch genommen werden, dies ist möglich als Selbstzahler. Zurzeit erfolgt keine Kostenabdeckung durch die Krankenversicherungsträger (§ 135 ASVG). Ist die Radiologietechnologin/der Radiologietechnologe bei einer niedergelassenen Ärztin/einem niedergelassenen Arzt angestellt oder freiberuflich tätig, erfolgt die Abdeckung der Kosten über den Arztbesuch.

Angebote der Krankenkassen

Krankenversicherungsträger bieten z.B. in Gesundheitszentren oder Ambulatorien diagnostische Verfahren wie z.B. Röntgen an. Voraussetzung für die kostenlose Inanspruchnahme ist eine ärztliche Verordnung. Für nähere Informationen wenden Sie sich an Ihren Krankenversicherungsträger.

Nähere Informationen zu bildgebenden Verfahren wie z.B. Röntgen oder Nuklearmedizin erhalten Sie unter Untersuchungsmethoden im Überblick.

Rechtliche Grundlagen

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse