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Frau mit einem Obst und Gemüse © StockPhotoPro

Diätologin/Diätologe

Diätologinnen/Diätologen führen in erster Linie die ärztlich verordnete Ernährungstherapie bei kranken bzw. krankheitsverdächtigen Menschen durch. Die ernährungsmedizinische Therapie umfasst u.a. die Erstellung eines auf die individuellen Bedürfnisse der Patientin/des Patienten abgestimmten Therapieplanes, die Beratung und Schulung der Patientin/des Patienten und der Angehörigen sowie die Evaluierung der Therapie . . .

Offizielle Berufsbezeichnung

Diätologin/Diätologe (vormals Diätassistentin/Diätassistent).

Aufgaben und Arbeitsbereiche

In die Betreuung fallen z.B. Personen mit Erkrankungen des Stoffwechsels wie Diabetes und erhöhten Blutfettwerten, krankhaftem Übergewicht (Adipositas), Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis hin zu Krebserkrankungen. Diätologinnen/Diätologen sind zudem im Bereich der Vorbeugung (Prävention) tätig. Darunter fällt auch die Beratung von Gesunden z.B. bei Schwangerschaft, Gewichtsreduktion oder Sport. Darüber hinaus übernehmen Diätologinnen/Diätologen auch Tätigkeiten in Bereichen der Ernährungswirtschaft, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie im allgemeinen Verpflegungsmanagement (z.B. Catering, Großküchen). Sie stehen verschiedensten Einrichtungen (Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kuranstalten, Betrieben etc.) beratend zur Seite und entwickeln Speisepläne und/oder berechnen Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffgehalte von Speisen und überwachen deren Zubereitung.

Wo arbeiten Diätologinnen/Diätologen?

Diätologinnen/Diätologen arbeiten z.B. in Spitälern, Rehabilitationseinrichtungen, Kureinrichtungen, Gesundheits- und Kurhotels und Wellnessbetrieben oder in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Sie können ihren Beruf in einem Dienstverhältnis oder freiberuflich ausüben.

Fundierte Ausbildung

Die Ausbildung dauert sechs Semester und erfolgt an Fachhochschulen (Studiengang Diätologie). Sie schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelor of Science in Health Studies und der Berufsberechtigung ab. Um ständig auf dem aktuellen Stand zu sein, müssen sich Diätologinnen/Diätologen regelmäßig fortbilden.

Ab Jänner 2018 müssen sich Diätologinnen/Diätologen in das Gesundheitsberuferegister eintragen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Wenn Sie während eines Spitalsaufenthaltes von einer Diätologin/einem Diätologen betreut werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie unter Krankenhausaufenthalt.

Bei einem Kuraufenthalt

Wenn Sie während eines von Ihrem Sozialversicherungsträger bewilligten Kuraufenthaltes von einer Diätologin/einem Diätologen betreut werden, sind die Kosten dafür abgedeckt. Es sind für Kuraufenthalte allerdings von den Versicherten Zuzahlungen – von den Einkommensverhältnissen abhängig – zu leisten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der Sozialversicherung. Wissenswertes über den Kuraufenthalt und die damit verbundenen Kosten finden Sie unter Rehabilitations- und Kuraufenhalt.

Angebote der Krankenkassen

Die Krankenversicherungsträger bieten Ernährungs- und Diätberatung an. Die Voraussetzungen für die kostenlose Inanspruchnahme dieser Beratungsleistung sind unterschiedlich. Teilweise ist eine ärztliche Überweisung notwendig. Nähere Informationen erhalten Sie unter Ernährung: Angebote, Programme und Adressen.

Im niedergelassenen Bereich

Wenn Sie auf Eigeninitiative eine freiberuflich tätige Diätologin/einen freiberuflich tätigen Diätologen konsultieren, müssen Sie die Kosten dafür selbst tragen. Es gibt hierfür keine Kostenübernahme bzw. Zuschüsse durch Krankenversicherungsträger.

Rechtliche Grundlagen

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