Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Kinderkrankenschwester betreut Neugeborenes © Anatoly Tiplyashin

Kinderkrankenpflegerin/-pfleger

Das Aufgabengebiet der diplomierten Krankenpflegerin/des diplomierten Krankenpflegers mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege umfasst die Pflege und Betreuung von körperlich und psychisch kranken, behinderten, schwerkranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen sowie von Früh-, Neugeborenen und Säuglingen. Sie sind in allen Bereichen des Gesundheitswesens tätig, wie z.B. in der Pflege, Diagnose, Therapie und Rehabilitation sowie in der Gesundheitsförderung und Prävention . . . 

Offizielle Berufsbezeichnung

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden sie auch als „Kinderkrankenschwester“ oder „Kinderkrankenpfleger“ bezeichnet.

Aufgaben und Arbeitsbereiche

Die pflegerischen Aufgaben bei Kindern, Jugendlichen und Neugeborenen sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Pflege und Betreuung bei körperlichen und psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter;
  • Pflege und Ernährung von Neugeborenen und Säuglingen;
  • Pflege und Betreuung behinderter, schwerkranker und sterbender Kinder und Jugendlicher;
  • pflegerische Mitwirkung an der Förderung der Gesundheit und der Verhütung von Krankheiten im Kindes- und Jugendalter;
  • pflegerische Mitwirkung an der primären Gesundheitsversorgung und an der
  • Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen.

Wo arbeiten Kinderkrankenpflegerinnen/Kinderkrankenpfleger?

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege arbeiten in unterschiedlichen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, z.B. in Spitälern, Arztordinationen, Behinderteneinrichtungen, Einrichtungen für Kinder, Mütter- bzw. Elternberatungsstellen oder in der Hauskrankenpflege. Sie können ihren Beruf in einem Dienstverhältnis oder freiberuflich ausüben.

Fundierte Ausbildung

Ergänzend auf einer bereits absolvierten und erfolgreich bestandenen dreijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zum Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgt eine Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege im Ausmaß von einem Jahr/1.600 Stunden.

Bis Ende 2017 kann die Ausbildung in der Kinder- und Jugendlichenpflege auch im Rahmen einer dreijährigen speziellen Grundausbildung an einer Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege  absolviert werden.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Im Krankenhaus

Wenn Kinder/Jugendliche während eines Spitalsaufenthaltes von einer Gesundheits- und Krankenpflegerin/von einem Gesundheits- und Krankenpfleger mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege betreut werden, sind die Kosten durch die Krankenversicherungsträger abgedeckt. Weitere Informationen finden Sie unter Krankenhausaufenthalt.

In der Hauskrankenpflege

In der Hauskrankenpflege von Kindern, Jugendlichen und Säuglingen sind Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/Gesundheits- und Krankenpfleger mit Spezialisierung auf Kinder- und Jugendlichenpflege für die pflegerische Betreuung, die Durchführung medizinisch-diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen sowie für deren Organisation zuständig. Sie kümmern sich auch um den Einsatz von anderen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern sowie um die Einschulung der betreuten Personen und Angehörigen. Bei den Kosten für die Hauskrankenpflege können für die betreute Person finanzielle Eigenleistungen anfallen. Zuschüsse gewähren Bundesländer und/oder Gemeinden bzw. Magistrate. Die tatsächliche Förderung ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, konkrete Auskünfte gibt Ihnen die Sozialabteilung Ihrer Landesregierung. Informationen finden Sie auch auf den jeweiligen Gesundheits- und Sozialseiten der Bundesländer und beim Info-Service des Sozialministeriums. Weitere Informationen zum Thema Angebot sozialer Dienste und Links zu den Behörden finden Sie auf www.help.gv.at.

Die sogenannte „medizinische Hauskrankenpflege“ wird – wenn sie ärztlich verordnet wurde – grundsätzlich für vier Wochen von Krankenversicherungsträgern bezahlt. Gibt es eine medizinische Begründung, kann die medizinische Hauskrankenpflege von der Chefärztin/vom Chefarzt auch für einen längeren Zeitraum bewilligt werden (ärztliches Attest erforderlich). Für die Patientinnen/Patienten entstehen dann keine Kosten. Darüber hinausgehende Inanspruchnahme von Hauskrankenpflege oder jene ohne Bewilligung ist kostenpflichtig. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der Sozialversicherung.

Pflegegeld und Services

Für Menschen ab einem bestimmten Pflegebedarf gibt es das Pflegegeld. Dieser zweckgebundene Zuschuss dient zur Abdeckung des aus der Pflegebedürftigkeit entstehenden Mehraufwandes. Nähere Informationen über die Höhe des Pflegegeldes, die Beantragung und die Voraussetzungen finden Sie auf www.help.gv.at.

Für pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige und alle Personen, die mit Problemen der Pflege befasst sind, stellt das Sozialministerium folgende Serviceeinrichtung im Internet zur Verfügung.

Internetplattform für pflegende Angehörige

Die Plattform bietet pflegebedürf­tigen Menschen und deren Angehörigen Wissenswertes rund um die Pflege zu Hause und gibt Basis-Informationen zu pflegerelevanten Themen sowie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Mehr unter www.pflegedaheim.at.

Informative Links

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse