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ELGA: Was ist das?

Arzt blickt auf CT Scan © Konstantin Sutyagin

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind im Gesundheitswesen bereits weit verbreitet. Gesundheitsdaten werden in Krankenhäusern, Labor- und Röntgeninstituten überwiegend elektronisch gespeichert. Auch viele niedergelassene Ärztinnen/Ärzte erfassen bereits heute Gesundheitsdaten ihrer Patientinnen/Patienten digital auf ihren Ordinationscomputern. Ebenso arbeiten viele Apotheken mithilfe von IKT. 

ELGA: So funktioniert die Elektronische Gesundheitsakte

Ein ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (ELGA-GDA), beispielsweise ein Röntgeninstitut, erstellt einen Befund. Damit dieser Befund für andere ELGA-GDA im Rahmen eines Behandlungs- oder Betreuungskonnexes in ELGA auffindbar ist, muss er in einem elektronischen Register eingetragen werden. Dort entsteht, wie in einem Inhaltsverzeichnis, ein Eintrag, der auf das Dokument und den Ort, an dem das gewünschte Dokument aufgefunden werden kann, verweist (Verweisregister).

ELGA: Bausteine und Komponenten

Damit ELGA funktionieren kann, müssen sowohl ihre technischen Komponenten als auch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Einige dieser Komponenten werden zentral entwickelt, andere werden dezentral oder regional bereitgestellt.

ELGA: Rechtliche Grundlagen

Die Elektronische Gesundheitsakte hat ihre rechtliche Grundlage im Gesundheitstelematikgesetz 2012, das am 1. 1. 2013 in Kraft getreten ist. Die ELGA-spezifischen Bestimmungen sind im Wesentlichen im 4. Abschnitt geregelt. Präzisiert werden die Bestimmungen des GTelG 2012 durch die ELGA-Verordnung 2015 (ELGA-VO 2015). Zudem ist das Datenschutzgesetz 2000 eine weitere wesentliche Rechtsquelle für das ELGA. Auf europäischer Ebene sind insbesondere die Charta der Grundrechte der Europäischen Union (EU-Grundrechtecharta) sowie die Datenschutzrichtlinie 95/46/EG und das Arbeitspapier über die Verarbeitung von Patientendaten in elektronischen Patientenakten (EPA)(WP 131) der Art. 29-Datenschutzgruppe zu nennen.

ELGA: e-Medikation

Bei e-Medikation handelt es sich um eine Anwendung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). Von Ärztinnen/Ärzten verordnete und in der Apotheke abgegebene Medikamente werden in Form einer sogenannten „e‑Medikationsliste“ für ein Jahr in ELGA verfügbar gemacht. ELGA-Teilnehmerinnen/-Teilnehmer können über das ELGA-Portal ihre e-Medikationsliste einsehen. In ihrer e-Medikationsliste am ELGA-Portal sehen sie sowohl Ihre verschriebenen und in der Apotheke bereits abgeholten Medikamente, aber auch noch offene Rezepte. Einträge, die älter als ein Jahr sind, werden automatisch aus der e-Medikationsliste entfernt.

ELGA: Fahrplan zur Elektronischen Gesundheitsakte

ELGA ist in den öffentlichen Krankenhäusern in Wien, Kärnten und der Steiermark sowie in den Krankenanstalten der AUVA bereits in Verwendung. Die weiteren Krankenanstalten in den übrigen Bundesländern beginnen schrittweise mit ELGA zu arbeiten. Es folgen Ambulatorien, private Krankenhäuser sowie Zahnärztinnen/Zahnärzte.

Beratung & Hilfe

ELGA: Beratung & Hilfe (Informationen zur ELGA-Serviceline, zur ELGA-Widerspruchstelle und zur ELGA-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland sowie verschiedene Formulare zum Herunterladen und Ausfüllen.)

Mein Wegweiser


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