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Sicher durch Eis und Schnee

Drei Skifahrer vor dem Matterhorn © Gorilla
09.01.2017

Mit Schnee, Kälte und zugefrorenen Seen herrschen an vielen Orten perfekte Bedingungen für den Wintersport. Damit nichts Ernstes passiert, gibt das Rote Kreuz ein paar kurze Sicherheitstipps, zum Beispiel wie man Erfrierungen oder Verletzungen bei Skifahren vermeidet.

Das neue Jahr begrüßt uns vielerorts mit Schnee und Kälte. Das freut alle, die im Winter gerne draußen sind und zum Beispiel Skifahren oder Eislaufen. Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, gibt Tipps, wie man Erfrierungen oder Verletzungen vorbeugt und sich bei Eisunfällen richtig verhält. 

Erfrierungen 

„Fettcreme auf unbedeckte Körperstellen, keine engen Schuhe und gut unterfütterte Windstopper-Jacken sowie Thermo-Unterwäsche sind bei Minusgraden wichtig". Erfrierungsgefahr droht schon ab einer Temperatur von minus fünf Grad, bei Wind sind bereits null Grad gefährlich.  

Verletzungen beim Skifahren 

Pistenfans sollten ihren Kopf mit einem Helm schützen, denn beim Skifahren sind Kopfverletzungen häufig. Wie die Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt, sind allerdings die Knie am häufigsten von Verletzungen betroffen und zwar in einem Drittel der Fälle. Schuld daran sind nicht nur das Material und ungeübte Sportlerinnen/Sportler sondern auch Leichtsinn, sagt Schreiber: „Carvingskier, Selbstüberschätzung und nicht selten Alkohol führen zu vielen Unfällen“. Oft würde es schon helfen, vorsichtig zu sein und sich aufzuwärmen. 

Im Eis eingebrochen 

Eislaufen auf zugefrorenen Seen birgt die Gefahr einzubrechen. Gibt es lokale Informationen der Gemeinde, kann man sich informieren, ob das Eis eines Sees dick genug zum Eislaufen ist oder nicht. Wer sich aufs Eis wagt und einbricht, sollte versuchen, ruhig zu bleiben. Im kalten Wasser kühlt der Körper schneller aus als an der Luft. Deshalb führt eiskaltes Wasser rasch zur Bewegungsunfähigkeit. Schnell, aber besonnen aus dem Wasser ist also die Devise. Ersthelfer sollten umgehend die Feuerwehr (122) alarmieren. Vom Ufer aus kann man versuchen, die Einbruchstelle mit einem Brett oder einer Leiter zu erreichen. Im günstigsten Fall gibt es einen Rettungsball an einer Leine, den man der verunglückten Person zuwirft, damit sich diese aus dem Wasser ziehen kann.  

Danach ist es wichtig, die Unterkühlung zu versorgen: Die Verunglückte/den Verunglückten an einen windstillen Ort bringen und von nasser Kleidung befreien. „Bis zum Abtransport sollten Ersthelfer den Unterkühlten wach halten, ihn aber nicht zu Bewegung oder Gehen auffordern. Am besten ist es, ihn in wärmende Decken oder trockene Kleidungsstücke einzuwickeln“, sagt Schreiber. Nicht hilfreich sind das Abreiben des Körpers oder das Verabreichen von alkoholischen Getränken, weil es dadurch zu weiterem Wärmeverlust kommen kann.  

Weitere Informationen:  

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