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Österreichische Dialogwoche Alkohol

Anstoßen mit Alkohol © New Africa
Anstoßen mit Alkohol © New Africa
22.05.2019

Von 20. Mai bis 26. Mai findet die 2. Österreichische Dialogwoche Alkohol statt. Sie widmet sich der Frage „Wie viel ist zu viel?“. Ziel der mehr als 280 Veranstaltungen in ganz Österreich ist es dabei zu informieren. Im Zentrum steht ein sachliches und offenes Ansprechen von Alkohol, seiner Wirkung und den Risiken. Die Dialogwoche will sensibilisieren, zum Nachdenken über den eigenen Alkoholkonsum anregen und über Beratungsangebote informieren.

Trinkverhalten und Ausmaß

Themen wie problematisches Trinkverhalten und Sucht gelten nach wie vor als Tabuthemen. Dabei nimmt man an, dass in Summe 14 Prozent der Bevölkerung (rund eine Million Menschen) in Österreich Alkohol in einem problematischen Ausmaß konsumieren. Rund 370.000 Österreicherinnen und Österreichern (fünf Prozent der Erwachsenen) gelten als alkoholkrank. „Durch übermäßigen Alkoholkonsum können bis zu 17 Lebensjahre verloren gehen“, betont Dr. Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Wann ist es zu viel?

Die Frage nach der Grenze zwischen Genuss bzw. verantwortungsvollem Alkoholkonsum und problematischem Trinken ist nicht einfach zu beantworten. Als „risikoarm“ gilt ein durchschnittlicher, täglicher Konsum von bis zu 24 Gramm Alkohol für Männer bzw. 16 Gramm für Frauen, das entspricht rund 0,6 Liter bzw. 0,4 Liter Bier pro Tag. Die Grenze für „problematischen“ Konsum, ab der ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko vorliegt, wird für Männer üblicherweise mit einem Wert von 60 Gramm Alkohol pro Tag angegeben, für Frauen mit 40 Gramm. Das entspricht 1,5 beziehungsweise 1 Liter Bier täglich. An mindestens zwei Tagen in der Woche sollte auf Alkohol verzichtet werden.

Das Schädigungspotential ist dabei jedoch immer auch von individuellen Faktoren und der jeweiligen Situation abhängig und bei Begriffen wie „risikoarm“, „Harmlosigkeitsgrenze“ etc. ist daher Vorsicht angebracht. Die Mengen für den „problematischen Konsum“ sind zudem nicht mit einer Abhängigkeitserkrankung gleichzusetzen. Vor allem der übermäßige Konsum von Alkohol kann jedoch schwere körperliche Schäden verursachen und zu einer Abhängigkeitserkrankung führen.

Die Initiative

Die 2. Österreichische Dialogwoche Alkohol ist eine Initiative der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung – der Zusammenschluss aller Fachstellen für Suchtprävention der Bundesländer – in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, dem Fonds Gesundes Österreich und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Weitere Informationen:

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