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Krebs: Überlebensraten steigen

Ältere Krebspatientin mit Infusion © Monkey Business
06.02.2017

2014 erkrankten in Österreich etwa 39.000 Menschen an Krebs, Männer etwas häufiger als Frauen. Bösartige Tumore sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor die zweithäufigste Todesursache. Die häufigste Krebsart bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs. Dies geht aus den aktuellen Daten der Krebsstatistik hervor, die von der Statistik Austria am 1. 2. 2017 präsentiert wurde.

Mehr Neuerkrankungen trotz sinkendem Erkrankungsrisiko

Von 1994 bis 2014 stieg die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen von 34.000 auf 39.000 an. Zugleich sank das Erkrankungsrisiko. So betrug im Jahr 1994 die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs rund 533 Personen bezogen auf 100.000 Personen (Inzidenzrate), im Vergleich zu 2014 mit rund 466 Personen pro 100.000 Personen. Die Statistik Austria erklärt dies mit der Alterung der Bevölkerung und der steigenden Lebenserwartung, da die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, mit steigendem Lebensalter zunimmt. Auch verstärktes Screening zur Früherkennung sowie verbesserte Methoden der Diagnose tragen dazu bei, Krebs vermehrt und frühzeitiger zu erkennen.

Immer mehr Menschen leben mit Krebs

Die Anzahl der Menschen, die mit einem diagnostizierten Krebs leben, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Ende 2014 lebten in Österreich 330.492 Personen (174.347 Frauen und 156.145 Männer) mit einer Krebsdiagnose, anderes ausgedrückt: 38 von 1.000 Menschen. 2004 lebten 236.884 Personen mit einer Krebsdiagnose. Im Vergleich zu 2014 ergibt dies einen Anstieg der  Prävalenz um 40 Prozent. Dieser Anstieg wird durch demographische Alterung, steigende Lebenserwartung – beides führt zu einem Anstieg von Neuerkrankungen an Krebs, aber auch durch verbesserte Überlebensaussichten erklärt.

Österreich bei Überlebensraten im Spitzenfeld

Das relative Fünf-Jahres-Überleben von Patientinnen und Patienten mit Krebs ist seit 1994 von 48 Prozent auf 61 Prozent gestiegen. Zur Erklärung: Das relative Überleben setzt das beobachtete Überleben der Patientinnen und Patienten nach einem bestimmten Zeitraum in Beziehung zum Überleben der Gesamtbevölkerung. So bedeutet eine relative Überlebensrate von 100 Prozent, dass die Sterblichkeit unter den Erkrankten genauso hoch ist, wie die Sterblichkeit der allgemeinen Bevölkerung. 

Laut einer von der Pharmig (Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs) Anfang Februar präsentierten Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie liegt Österreich bei den Fünf-Jahres-Überlebensraten von Krebserkrankten im europäischen Spitzenfeld, und zwar an vierter Stelle nach Schweden, Island und Frankreich.

Weitere Informationen:

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