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Hitzeschutzplan für Österreich

Thermometer im Sand © Thaut Images
07.08.2017

In Österreich steigt die Zahl der heißen Tage und Nächte sowie die Zahl der Hitzewellen seit Jahren kontinuierlich an. Dieser Trend wird sich auch noch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. Darum hat das Gesundheitsministerium gemeinsam mit den Bundesländern einen gesamtstaatlichen Hitzeschutzplan erstellt. Ziel ist es, die Bevölkerung und bestimmte Einrichtungen rechtzeitig über Hitzewellen zu informieren und rasch Beratung zur Verfügung zu stellen.

Wenn die Temperaturen an zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 30 Grad steigen, spricht man von einer Hitzewelle. Dadurch können Hitzebelastungen entstehen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken und sogar zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen, etwa durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren oder der Atemwege.

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner sieht in den Hitzewarnsystemen und praktikablen Handlungsanweisungen besondere Vorteile für Risikogruppen wie ältere und kranke Menschen.

Bei bevorstehender Hitzebelastung sieht der gesamtstaatliche Hitzeschutzplan vor, dass die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine automatische Hitzewarnung an die betroffenen Bundesländer und das Gesundheitsministerium meldet. Nach eingegangener Warnung stellt das Gesundheitsministerium der Bevölkerung auf seiner Homepage allgemeine Informationen über das richtige Verhalten bei Hitzebelastung zur Verfügung.

Die Länder versorgen bestimmte Einrichtungen wie Altersheime, Krankenhäuser und Kindergärten sowie Einsatzorganisationen mit spezifischen Informationen. Auch an die Apotheken ergeht eine Meldung, damit Kundinnen/Kunden über allfällige Probleme informiert werden können, die etwa bei der Einnahme von bestimmten Arzneimitteln bei Hitzebelastung möglicherweise auftreten.

Hitzetelefon im Bedarfsfall

Bei länger andauernden oder besonders starken Hitzebelastungen aktiviert das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ein Hitzetelefon zur Beratung der Bevölkerung. Hier erhalten Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 050 555 555 österreichweit und kostenlos praktische Tipps und Ratschläge bei Hitzewellen.

 

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