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Hautkrebs-Vorsorge wichtiger denn je

Junge Frau cremt Schulter ein © WavebreakMediaMicro
12.06.2017

Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt – weltweit und auch in Österreich. Umso wichtiger ist die Vorsorge. Seit 30 Jahren informieren die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie in der Aktion „Sonne ohne Reue“ über wirksame Hautkrebs-Vorbeugung. Das bedeutet: Vermeidung extremer UV-Bestrahlung, Sonnenschutz und regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Seit 1988 hat sich die Zahl der Neuerkrankungen mit Hautkrebs in Österreich verdoppelt. Die Tendenz ist weiter steigend. Auch weltweit zeigt sich eine Verdoppelung der Hautkrebsfälle innerhalb von zehn Jahren, so der Dermatologe Hubert Pehamberger bei einer Pressekonferenz der Österreichischen Krebshilfe zum Jubiläum der Initiative „Sonne ohne Reue“. Dank Früherkennung und moderner Therapien nehmen die Todesfälle durch Hautkrebs jedoch kaum zu.

Hautkrebs steht in Zusammenhang mit UV-Bestrahlung. Daher betonte Pehamberger: „Die beste Hautkrebsvorsorge ist die Vermeidung von extremer Sonnenbestrahlung“. Sonnencremen würden schützen, aber sie seien kein „Freifahrtschein“ für langes Sonnenbaden.

Wie schütze ich mich vor Hautkrebs?

Die aktualisierte Broschüre „Sonne ohne Reue“ informiert über den richtigen Umgang mit Sonne und Hautkrebsvorsorge. Eine Botschaft blieb in den letzten Jahren gleich: „Das Melanom ist heilbar, wenn es frühzeitig erkannt und entfernt wird“, erklärte der Präsident der Krebshilfe Paul Sevelda. Dank der Informationskampagne würden die Österreicherinnen und Österreicher heute besser über die Gefahren der Sonne, die Wichtigkeit eines effizienten Sonnenschutzes und die regelmäßige Kontrolle der Haut auf verdächtige Veränderung Bescheid wissen, also zum Beginn der Initiative.

Bei den Früherkennungsuntersuchungen erzielten die digitale Dokumentation von pigmentierten Muttermalen und Melanomen mittels Mikroskop eine deutliche Verbesserung. „Durch Achtsamkeit und Früherkennung überleben heute vier von fünf Personen auch die gefährlichste Variante von Hautkrebs, das maligne Melanom“, so Pehamberger.

Empfohlen werden folgende Früherkennungsuntersuchungen:

  • Selbstuntersuchung der Haut mindestens zweimal jährlich und
  • eine jährliche Untersuchung durch die Hautärztin/den Hautarzt, bei Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko öfter.

Weitere Informationen:

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