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Telefonische Gesundheitsberatung 1450 startet

Junge Mutter telefoniert wegen ihres kranken Kindes © Photographee.eu
07.04.2017

Heute startete die neue telefonische Gesundheitsberatung 1450 in Niederösterreich, Vorarlberg und Wien. Unter dem Motto „Wenn’s weh tut! 1450" erhalten Anruferinnen und Anrufer aus diesen Bundesländern rund um die Uhr und sieben Tage die Woche eine telefonische Beratung bei gesundheitlichen Problemen und Anliegen. Das Projekt läuft bis Ende 2018 in der Pilot-Phase.

Egal ob Kopfschmerzen, Fieber, Rückenbeschwerden oder Zahnweh: Bei plötzlichen gesundheitlichen Problemen bekommen Anruferinnen/Anrufer unter der Nummer 1450 rasche Hilfe. Der Service ist kostenlos – Anruferinnen/Anrufer bezahlen nur die üblichen Telefonkosten gemäß ihrem Tarif.

Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal berät jede Anruferin/jeden Anrufer, schätzt die Dringlichkeit des Anliegens mit Hilfe eines qualitätsgesicherten, medizinischen Abfragesystems ein und gibt dann Verhaltensempfehlungen ab. Das kann beispielsweise die Entsendung einer Ärztin/eines nach Hause sein, die Empfehlung zur Konsultation der Hausärztin/des Hausarztes zur nächsten Ordinationszeit oder die Empfehlung, eine Notfallaufnahme in einem Spital aufzusuchen.

1450 ist ohne Vorwahl über das Handy oder Festnetz zu wählen. Die Wartezeit, bis der Anruf angenommen wird, soll maximal 20 Sekunden betragen. Name und Sozialversicherungsnummer der Anruferin/des Anrufers werden abgefragt. Das Telefonat kann aber auch anonym erfolgen. 

Bei der Beratung wird auch der Wohnort der Anruferin/des Anrufers berücksichtigt und mit Informationen über Ärztinnen/Ärzte in der Nähe und deren Öffnungszeiten verknüpft. Damit bietet der Dienst nicht nur schnelle Hilfe bei akuten Symptomen, sondern auch eine Orientierung im Gesundheitswesen. Sollte sich das Gesundheitsproblem als akut herausstellen, wird sofort die Rettung mit oder ohne Notärztin/Notarzt entsendet.

Ein Service nach internationalem Vorbild

Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger und der drei Bundesländer der Pilot-Phase. Die Gesundheitsnummer wurde nach dem Vorbild von Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz konzipiert. Die Erfahrung in diesen Ländern zeigte, dass es sich bei rund 80 Prozent der Anfragen um keine Notfälle handelte, bei rund 60 Prozent reichte sogar eine Selbstbehandlung aus, um die Beschwerden zu kurieren. 

Hinter der Telefonnummer 1450  steht ein qualitätsgesichertes und protokollgestütztes Abfragesystem. Es unterstützt das speziell geschulte diplomierte Krankenpflegepersonal beim Beratungsgespräch. Das international bewährte Abfragesystem wurde vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger nach einer öffentlichen Ausschreibung erworben.

Auswahl der Pilot-Bundesländer 

Die telefonische Gesundheitsberatung geht zurück auf einen Beschluss der Bundeszielsteuerungskommission im Juni 2015. Die Umsetzung des Pilotprojekts erfolgte damit in weniger als zwei Jahren. Um ein möglichst breites Bild darüber zu bekommen, wie der Service in Österreich angenommen wird, wurden drei Bundesländer mit unterschiedlichen Strukturen für die Pilot-Phase ausgewählt: Wien als Ballungsraum mit starker Infrastruktur, Niederösterreich als großflächiges, vielfältiges Bundesland und Vorarlberg mit seinen alpinen, dezentralen Strukturen. Pro Pilot-Bundesland gibt es einen Partner, der die professionelle Umsetzung des Gesundheitsservices gewährleistet. In Wien ist dies der Fonds Soziales Wien, in Niederösterreich die Notruf Niederösterreich GmbH und in Vorarlberg der Landesverband des Roten Kreuzes.  

Weitere Informationen:

www.1450.at

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