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Corona-Tests: Angebote und Regelungen

Corona-Test © Pixelot
Corona-Test © Pixelot

Corona-Tests gelten als wichtiges Mittel zur Eindämmung der Pandemie und sie begleiten erste Öffnungsschritte nach dem „Lockdown“.  Seit 8.2. können Frisöre, Kosmetikstudios und andere körpernahe Dienstleistungsbetriebe mit einem negativen „Zutrittstest“ besucht werden. Das kostenlose Angebot für COVID-19-Tests in Österreich wird nun ausgebaut: Es reicht von Teststraßen der Länder, Angeboten der Gemeinden, Gratis-Tests in Apotheken bis zu Testprogrammen in Betrieben. 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte zu den Öffnungsschritten nach dem Lockdown: „Angesichts der Ausbreitung von Mutationen brauchen diese vorsichtigen Öffnungsschritte auch Schutzmaßnahmen. Dazu zählt auch der massive Ausbau der kostenlosen Testmöglichkeiten in ganz Österreich.“ 

In über 500 Teststationen der Länder und Gemeinden, mehr als 1.000 Betrieben und rund 900 Apotheken werden derzeit Gratis-Testungen angeboten. Es sei klar, dass durch die hohe Zahl an Testungen dadurch auch die statistisch erfassten Neuinfektionen zunehmen. Aber die Testungen seien derzeit, neben anderen aktuellen Schutzmaßnahmen, ein wichtiger Wellenbrecher gegen eine massive Zunahme der Infektionen. 

„Zutrittstests“ für körpernahe Dienstleistungen

Mit der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen ist der Besuch körpernaher Dienstleistungsbetriebe mit einem negativem Corona-Test möglich. Die Testpflicht gilt insbesondere für den Besuch von Friseurinnen/Friseuren, Kosmetikerinnen/Kosmetikern, Masseurinnen/Masseure, Maniküre, Pediküre, Nagelstudios, Piercingstudios oder Tätowiererinnen/Tätowierer.

Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Dabei zählt der Zeitpunkt der Probenentnahme. Für Kinder bis zehn Jahre gilt das Testergebnis der Eltern bzw. eines oder einer Erziehungsberechtigten, ab dem Alter von zehn Jahren brauchen Kinder ein eigenes Testergebnis. 

Das Testergebnis muss den Namen der getesteten Person, das Datum der Probenahme und die Unterschrift einer verantwortlichen Person der Teststelle beinhalten. Die Identifikation der Person muss vorab mit einem Ausweis sichergestellt werden.

Welche Ausnahmen für die Testpflicht gibt es?

Für Gesundheitsdienstleistungen wie z.B. Physiotherapie, Ergotherapie oder Heilmassagen sind keine "Zutrittstests" erforderlich. 

Ausgenommen von den Zutrittstests sind auch Personen, die in den letzten sechs Monaten mit SARS-CoV-2 infiziert waren und mittlerweile wieder genesen sind. Ein Nachweis ist mit einem ärztlichen Attest oder einem positiven PCR-Test aus dem entsprechenden Zeitraum möglich. Alternativ kann zudem ein positiver Test auf neutralisierende Antikörper (gültig sechs Monate ab Testzeitpunkt) vorgelegt werden.

Was gilt als „Zutrittstest“?

Als „Zutrittstests“ gelten laut Aussendung des Gesundheitsministeriums alle negativen PCR- und Antigen-Tests, die im Rahmen von behördlichen Settings und damit von medizinischen Fachkräften durchgeführt wurden. Dazu zählen z.B.:

  • Teststraßen und -angebote von Bundesländern und Gemeinden,
  • Apotheken,
  • niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder
  • Tests, die in Betrieben oder in Alten- und Pflegeheime durch qualifiziertes und berechtigtes Gesundheitspersonal durchgeführt wurden.

Herkömmliche Selbsttests können nicht als Zutrittstests verwendet werden, da hierbei die Kontrolle fehlt, ob der Test korrekt durchgeführt und ausgewertet wurde und wer den Test ausgeführt hat. Auch Ergebnisse von Schultests zählen nicht als Zutrittstests.

Gratis Corona-Tests in Apotheken

Derzeit gibt es in rund 900 Apotheken in ganz Österreich die Möglichkeit, sich gratis mittels Antigen-Schnelltests auf das Corona-Virus testen zu lassen. Das Pilotprojekt soll schrittweise erweitert werden.

Die Liste der Apotheken, die dieses kostenlose Test-Service anbieten, ist unter www.apothekerkammer.at abrufbar und wird täglich aktualisiert.

Achtung! Unbedingt erforderlich ist eine telefonische Voranmeldung in der jeweiligen Apotheke sowie die Mitnahme der e-Card, welche zur Identifikation herangezogen wird.

Der Abstrich erfolgt durch den Apotheker/die Apothekerin mittels eines für den Nasen-/Rachen-Abstrich geeigneten Antigentest. Bei einem negativen Testergebnis wird von der Apotheke eine Testbestätigung ausgestellt. Bei einem positiven Testergebnis ist eine Selbstquarantäne notwendig und die Gesundheitshotline 1450 muss informiert werden. Es erfolgt eine Meldung an die Gesundheitsbehörde durch die Apotheke.

„Corona-Tests sind ein wichtiger Pfeiler zur Bekämpfung der Pandemie und können den Menschen in vielen Bereichen des täglichen Lebens wieder ein Stück Normalität und Freiheit zurückbringen“, erklärte Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Teststraßen der Bundesländer und Gemeinden

Im Dezember 2020 wurden bevölkerungsweite Testungen in Form von Teststraßen gestartet. Dieses Angebot wird seither laufend ausgebaut und bietet daher eine dauerhafte Möglichkeit einer Testung für die Bevölkerung. Infos und Anmeldung zu den mehr als 400 Teststraßen in ganz Österreich sind unter www.oesterreich.gv.at zu finden. Informationen zu den Testangeboten in den Bundesländern finden Sie auch unter:  Österreich Testet (Gesundheitsministerium).

Testungen in Betrieben

Auch Betriebe werden bei der Testung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt. Ab dem 15. Februar gibt es für Antigen- oder PCR-Testungen einen Kostenersatz von zehn Euro pro durchgeführtem Test. Auch betriebsfremde Personen wie Angehörige, Kundinnen/Kunden und Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter umliegender Betriebe können dabei getestet werden. Die Förderung kann auch für diese Personen beantragt werden. Somit werden auch die Betriebe zu Testzentren in den Regionen. Die Betriebe können sich ab 8.2. unter www.wko.at registrieren.

„Wohnzimmertests“ – gratis Selbsttests für Zuhause

Ab 1.3. wird mit der Abgabe von kostenlosen Selbsttests in Apotheken begonnen. Pro Person und Monat sollen bis zu fünf kostenlose Tests zur Verfügung stehen. Bezogen werden können die „Wohnzimmertests“ von Menschen ab 15 Jahren (Stichtag 1.1.2006) in allen Apotheken, die sich am Programm beteiligen. Sozialversicherungsnummer oder e-Card dienen als Identitätsnachweis. Die Selbsttests werden Schritt für Schritt auf ganz Österreich ausgerollt.

Jüngere haben bereits jetzt die Möglichkeit im Rahmen des Schulbesuchs an regelmäßigen kostenlosen Selbsttests teilzunehmen. Die Selbsttests dienen vor allem dazu, den Menschen zuhause eine Möglichkeit der Ersteinschätzung zu geben. Sie sind jedoch nicht als „Zutrittstest“ gültig.

Was tun bei Symptomen?  

Für Personen mit Krankheitssymptomen gilt die Regelung, wie auch bisher: Bitte zuhause bleiben! Durch einen Anruf bei 1450 oder bei der Hausärztin/beim Hausarzt kann eine kostenlose Testung in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen:

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