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Aktionsplan Frauengesundheit

Symbolbild für drei Generationen Frauen (zwei Frauen, ein Baby) © mimagephotos
27.04.2015

Der „Aktionsplan Frauengesundheit”, ein gemeinsames Projekt des Gesundheitsministeriums und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen, zielt auf eine Qualitätsverbesserung der medizinischen Angebote für Frauen unter dem Aspekt des biopsychosozialen Modells. 

Denn Frauen und Männer haben verschiedene Gesundheitsrisiken, unterschiedliche Lebensstile, zeigen bei manchen Krankheiten andere Symptome und reagieren auf die gleichen medizinischen Behandlungen nicht immer gleich. Auch sind Frauen zunehmend von Erkrankungen betroffen, die bislang als typische Männererkrankungen galten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, im Besonderen Herzinfarkt. Frauen und Männer weisen auch Unterschiede im Gesundheitsverhalten, im Krankheitserleben und in der Bewältigung von Krankheit auf. 
Alle diese Unterschiede sind wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Weibliche Selbstbestimmung in allen gesundheitlichen Belangen sowie genderspezifische Aspekte der Vorsorge und Versorgung sind vorrangige Anliegen.

Gut vernetzt!

Der „Aktionsplan Frauengesundheit” soll Aktivitäten von Institutionen und Programmen bündeln, die im Zusammenhang mit Frauengesundheit stehen. Weitere Ziele sind, Maßnahmen kooperativ weiter zu entwickeln und Akteurinnen und Akteure im und um das Gesundheitswesen für das Thema verstärkt zu sensibilisieren. Mit der Aktivität der Entwicklung eines Aktionsplans Frauengesundheit wird auch der Grundstein für ein lebendiges nationales Netzwerk Frauengesundheit gelegt. Die Berücksichtigung gendermedizinischer Aspekte in der Krankenversorgung, Forschung und Rehabilitation ist nicht nur im Regierungsprogramm festgehalten, sondern auch in den österreichischen Rahmengesundheitszielen verankert. Neben der Krankenversorgung wird auch ein Schwerpunkt auf die frauenspezifische Gesundheitsförderung und Prävention gelegt.

Ein Bündel von Maßnahmen

Der Aktionsplan soll entlang der verschiedenen Lebensphasen von Frauen strukturiert sein (Jugend, Alter, Berufsleben). Eine gendersensible Gesundheitspolitik gewichtet die Handlungsfelder der Frauengesundheit in Abhängigkeit vom Alter jeweils differenziert. Das im Rahmen der gendermedizinischen Forschung gesammelte Wissen über geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf Lebenswelten, Gesundheitsbedürfnisse und Gesundheitsverhalten und unterschiedliche Betroffenheit von Krankheiten bzw. Reaktionsmuster auf Behandlungen ermöglicht eine zielgruppenspezifische und bessere Planung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Behandlung.

Konkret werden im Aktionsplan zirka 40 Maßnahmen, die für Frauen in Österreich einen gesundheitlichen Vorteil bringen, im Aktionsplan definiert. Drei Arbeitsgruppen werden für folgende Lebensphasen entsprechende Maßnahmen definieren: Mädchen & jungen Frauen, Frauen im Erwerbsalter, ältere Frauen.

Gesundheit in allen Politikfeldern

Frauengesundheit ist ein Querschnittsthema, weshalb beim „Aktionsplan Frauengesundheit” das Prinzip Gesundheit in allen Politikfeldern (Health in all Policies) zum Tragen kommt. Sowohl die Erarbeitung als auch die Umsetzung des Aktionsplans erfolgt intersektoral und multidisziplinär unter Einbindung von zahlreichen Fachorganisationen und Betroffenen. Im Rahmen eines partizipativen Prozesses werden alle relevanten Stakeholder diesen Maßnahmenkatalog gemeinsam zur Förderung der Frauengesundheit erarbeiten.

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