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HPV-Impfung für Kinder kostenlos

Mädchen wir geimpft © Gorilla
20.01.2014

2014 bringt einen Ausbau des Kinderimpfprogramms: Die HPV-Impfung wurde ins kostenlose Schulimpfprogramm für Mädchen und Buben der 4. Schulstufe aufgenommen. Ab Februar wird die Impfung zusätzlich an den öffentlichen Impfstellen der Bundesländer für Kinder ab dem vollendeten 9. Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr kostenlos angeboten. Auch Kinder der 4. Schulstufe können über diese Impfstellen die HPV-Impfung in Anspruch nehmen. Über weitere Impfaktionen und organisatorische Details informieren die Bundesländer auf ihren Websites.

Was ist HPV?

Humane Papillomaviren (HPV) infizieren menschliche Haut- und Schleimhautzellen und können dabei gutartige warzenähnliche Hautveränderungen (Papillome) hervorrufen. Bekannt sind mehr als 120 HPV-Typen. In den meisten Fällen heilt die Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren ab. Einige HPV-Typen – dazu zählen die meist durch Geschlechtsverkehr übertragenen Typen HPV 16 und HPV 18 – gelten als Ursache für die Entstehung bösartiger Krebserkrankungen, v.a. am Gebärmutterhals (Zervixkarzinom) und im Genitalbereich. Humane Papillomaviren sind weltweit verbreitet. Etwa 70 Prozent aller Frauen und Männer werden im Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert.

Wie wird HPV übertragen?

Die Übertragung von HPV geschieht nur durch direkten körperlichen Kontakt, häufig durch Geschlechtsverkehr, wobei die Viren durch kleinste Verletzungen in die Haut- und Schleimhautzellen eindringen können. Die Viren können aber auch bei der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden.

Warum sollen Kinder geimpft werden?

Die beste Wirksamkeit der Impfung ist dann gegeben, wenn zu einem Zeitpunkt geimpft wird, zu dem noch kein Kontakt mit HPV stattgefunden hat, also vor der ersten sexuellen Aktivität. Zudem zeigten Untersuchungen, dass die Immunreaktion – die Bildung des Immunschutzes – bei Kindern dieser Altersgruppe am besten ist. Die gebildeten Antikörper können ein Eindringen der Viren in die Körperzellen optimal verhindern.

HPV wird sowohl von Frauen als auch von Männern übertragen. Wenn sowohl Mädchen als auch Buben geimpft werden, kann die Infektionskette rasch durchbrochen werden. Je größer die Durchimpfungsrate bei beiden Geschlechtern ist, desto schneller entsteht ein Herdenschutz, und die Anzahl der Infektionen nimmt rasch ab.

HPV-Impfung außerhalb des Impfprogramms

Auch für ältere Jugendliche bzw. Frauen und Männer im sexuell aktiven Alter ist die Impfung sinnvoll, da sie vor einer Neuinfektion mit den im Impfstoff enthaltenen HPV-Stämmen schützen kann. Impfungen außerhalb des nationalen Impfprogramms müssen aber wie bisher privat gezahlt werden.

Wovor schützt die HPV-Impfung?

Die Impfung schützt gegen die HPV-Stämme 16 und 18, die für einen Großteil der HPV-assoziierten Karzinome verantwortlich sind, z.B. Gebärmutterhals-, Vulva-, Vaginal-, Penis-, Anal- und Rachenkarzinome. Zusätzlich schützt der Impfstoff vor Genitalwarzen (Kondylome, Feigwarzen).

Weitere Informationen:

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