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Depressionen nicht verschweigen!

Mann und Frau vertieft im Gespräch © Alexander Raths
10.10.2013

In Österreich erkrankt etwa jeder Fünfte bis Siebente im Laufe des Lebens an einer Depression. Sie kann einen in jedem Lebensalter „aus der Bahn“ werfen.

Im Durchschnitt zeigt sich die Krankheit das erste Mal zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr. Im höheren Lebensalter ist die Depression die häufigste psychische Erkrankung, zumeist begleitet von anderen Krankheiten. Aber auch Kinder und Jugendliche können vom dunklen Schleier gefangen werden.

Depressionen erkennen und ansprechen


Nicht jede Stimmungstrübung muss gleich eine Depression sein. Dauert der traurig-gedrückte Gemütszustand jedoch über einen längeren Zeitraum an, ist Handlungsbedarf gegeben. Bestenfalls durch die Betroffene/den Betroffenen selbst, indem bei einer Ärztin/einem Arzt Hilfe gesucht wird. In vielen Fällen sind es jedoch die Angehörigen oder die Hausärztin/der Hausarzt, die das psychische Problem aktiv ansprechen müssen.

Hellhörig sollte man werden, wenn Hobbys und Tätigkeiten, die bisher Freude bereitet haben, plötzliche keinen Spaß mehr machen, sich Personen sozial abkapseln oder ungewohnt antriebslos sind. Aber auch Aggressionen, Ruhelosigkeit und Schlafstörungen können Hinweis auf eine Depression geben. Keinesfalls sollte weggesehen werden, unbehandelt kann eine Depression schwerwiegende negative Folgen nach sich ziehen.

„Tag der seelischen Gesundheit“


Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat anlässlich des internationalen Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober einen Buchratgeber präsentiert, der über die Krankheit, ihren Verlauf und Heilungsmöglichkeiten aufklärt.

Ratgeber „Von der Depression zur Lebensfreude“


„Depression ist eine weitverbreitete und ernstzunehmende Krankheit, die viele Erscheinungsformen zeigt. Der Sozialversicherung ist es ein besonderes Anliegen, über Depressionen aufzuklären sowie gefährdete Personen, Betroffene und deren Angehörige über rechtzeitiges Erkennen und die richtige Behandlung ausführlich zu informieren“, so Dr. Hans Jörg Schelling, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, anlässlich der Vorstellung des Buches.

Der praxisorientierte Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema und bietet bewährte Hinweise sowie alltagstaugliche Expertentipps zur Bewältigung der Krankheit. Die zentrale Botschaft des Ratgebers lautet: Depressionen sind sehr gut behandelbar!

Das Buch „Von der Depression zur Lebensfreude“ ist bei Psychiaterinnen/Psychiatern, Psychotherapeutinnen/-therapeuten sowie Psychologinnen/Psychologen, Selbsthilfegruppen, Ambulanzen u.a. erhältlich und kann über den Buchhandel bezogen sowie bei Ihrem Sozialversicherungsträger kostenlos angefordert werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter:
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