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Gesunder Lebensstil & Früherkennung senken Krebsrisiko

Brustkrebsfrüherkennung © Sven Bähren
03.02.2012

Der Weltkrebstag findet jedes Jahr am 4. Februar statt und ist eine konzertierte weltweite Aktion im Kampf gegen den Krebs. Unter dem Motto „Gemeinsam ist es möglich“ sollen die Krebssterbefälle weiter reduziert werden. Dafür sind Regierung, relevante Organisationen, aber auch jede und jeder Einzelne gefordert.

Pro Jahr werden in Österreich rund 20.000 Männer und 18.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, bei jährlich rund 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt eine Krebserkrankung zum Tod. Die häufigsten Krebslokalisationen bei Männern sind Prostata, Lunge und Darm, sie verursachen mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen. Bei den Frauen sind es Brust, Darm und Lunge.

Wie die Daten von Statistik Austria zeigen, gehen sowohl das Risiko einer Neuerkrankung als auch das Sterblichkeitsrisiko tendenziell zurück, nicht zuletzt als eine Folge von Maßnahmen zur Früherkennung und von verbesserten Behandlungsmethoden. Dennoch verkürzt eine Krebserkrankung die Lebenserwartung eines Menschen in Österreich noch immer deutlich: bei Männern mit einer Krebsdiagnose im Durchschnitt um 2,8 Jahre und bei Frauen sogar um 7,5 Jahre.

Das persönliche Risiko reduzieren

Rund 30 bis 40 Prozent der Todesfälle könnten laut der Österreichischen Krebshilfe vermieden werden: Erstens durch einen vernünftigen Lebensstil – dazu zählen Nichtrauchen, gesunde Ernährung, zurückhaltender Alkoholkonsum, vernünftiger Umgang mit Sonne und Sonnenstudio, regelmäßige Bewegung, Vermeidung von krebserregenden Umweltgiften und Bekämpfung von Virusinfektionen, die Krebs auslösen können.

Und zweitens durch ein rechtzeitiges Erkennen von Krebserkrankungen im Rahmen von Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen. Rund ein Drittel aller Krebsfälle könnten geheilt werden, wenn die Erkrankung früh erkannt und rasch mit den bestmöglichen Therapien begonnen werden kann.

„Die Österreichische Krebshilfe appelliert an Herrn und Frau Österreicher, die vorhandenen Möglichkeiten zur Früherkennung von Krebs wahrzunehmen“, erklärt Krebshilfe-Präsident Univ.Prof. Dr. Paul Sevelda in einer Aussendung. Auch ein gesunder Lebensstil sei ein wichtiger Beitrag, um Krebs zu vermeiden.

Krebs-Vorsorgeuntersuchungen

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung der Sozialversicherung werden zahlreiche Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung angeboten.

Darmkrebsvorsorge

Hämoccult Test einmal jährlich, Koloskopie ab dem 50. Lebensjahr.

Hinweis Eine Auflistung aller koloskopierenden Stellen, die über ein „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ verfügen, finden Sie unter www.krebshilfe.net. Weitere Informationen über die Rolle der Laborwerte bei der Vorsorgeuntersuchung finden Sie hier.

Brustkrebsvorsorge


Derzeit werden Frauen ab dem 40. Lebensjahr noch über die Vorsorgeuntersuchung zur Mammografie eingeladen, ab 2013 gibt es dazu ein eigenes qualitätsgesichertes .

Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Pap-Abstrich wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs angeboten.

Hinweis Eine Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) wird im österreichischen Impfplan ab dem 9. Lebensjahr empfohlen, kann aber bei Frauen und Männern in jedem Alter geimpft werden und schützt vor neuen Infektionen unabhängig von der sexuellen Aktivität.

Lungenkrebs

Zur Prävention von Lungenkrebs wird bei der Vorsorgeuntersuchung auch der Raucherstatus erhoben. Ein ärztliches Beratungsgespräch soll den Anstoß für ein rauchfreies Leben setzen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Rauchstopp.

Hautkrebsvorsorge

Früherkennung durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Hautkrebsvorsorge.

Prostatakrebsvorsorge


Früherkennung durch regelmäßige ärztliche Tastuntersuchung.

Österreich top in der Krebsversorgung

Österreich ist im europäischen Vergleich unter den Top-fünf-Ländern mit den längsten Überlebensraten bei Krebs. Um die insgesamt gute Position Österreichs in der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern weiter auszubauen, wurde 2009 der Onkologiebeirat bestellt. Der Beirat nimmt im Auftrag des Bundesministers für Gesundheit zu aktuellen Fragen der Krebsprävention sowie der Planung und Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in Österreich Stellung und ist mit der Erstellung eines nationalen Krebsrahmenprogrammes für Österreich betraut worden.

Weitere Informationen: Österreichische Krebshilfe

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