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Diabetes: Kennen Sie Ihr Risiko?

Messung des Blutzuckers © Gina Sanders
13.11.2012

Angesichts des starken Anstiegs von Diabeteserkrankungen in den letzten Jahren wird am 14. November – dem jährlichen Weltdiabetestag – auf chronische Stoffwechselerkrankungen aufmerksam gemacht. Als deutliches Zeichen dafür werden bekannte Gebäude weltweit blau beleuchtet. Angesichts der steigenden Zahlen spricht die WHO in Zusammenhang mit Diabetes von einer Epidemie.

In Österreich leiden laut Informationen der Diabetes Initiative Österreich geschätzte 570.000 Menschen an der Zuckerkrankheit. Wenn die Entwicklung nicht gebremst werden kann, wird bis 2030 ein Anstieg auf mehr als 700.000 Betroffene erwartet. Vor allem Übergewichtige – das betrifft jede dritte Österreicherin und jeden zweiten Österreicher – haben ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes, da die Erkrankung häufig als Begleiterscheinung von Übergewicht und Adipositas entsteht.

Viele Typ-2-Diabeteserkrankungen sind durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar. Nach Angaben der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) sind mehr als eine Million Österreicherinnen und Österreicher gefährdet einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Aber auch Personen mit Diabetes können durch die richtige Betreuung und Behandlung deutlich an Lebensqualität gewinnen und das Risiko für schwere, lebensbedrohliche Folgeerkrankungen deutlich senken. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um durch Lebensstiländerungen und begleitende medikamentöse Maßnahmen das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen.

Diabetes vermeiden: Auf einen Blick

Auf drei Plakaten zum Weltdiabetestag hat die Österreichische Diabetes Gesellschaft einfache Merkregeln zur Vermeidung von Typ-2-Diabetes veranschaulicht:



Sind Sie gefährdet?
Mangelnde Bewegung, ungesunde und kalorienreiche Ernährung, Übergewicht und genetischer Hintergrund zählen zu den Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Wer sein persönliches Diabetes-Risiko kennt, kann durch einen gesunden Lebensstil selbst dazu beitragen, es zu senken. Mehr Info: Kennen Sie Ihr Diabetes-Risiko?

Reduzieren Sie das Risiko! Bewegung spielt eine zentrale Rolle in der Prävention von Diabetes. Aber auch Personen mit einer bestehenden Diabetes-Erkrankung profitieren deutlich von regelmäßiger Bewegung. Körperliche Aktivität verbessert die Stoffwechsellage und senkt den Blutzuckerspiegel. Mehr Info: So können Sie Typ-2-Diabetes vermeiden.



Die Warnzeichen erkennen! Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft jahrelang unbemerkt. Je früher die Stoffwechselstörung erkannt und ärztlich behandelt wird, desto besser. Symptome, wie häufiger Harndrang, Gewichtsverlust, Juckreiz oder übermäßiger Durst können auf Typ-2-Diabetes hindeuten. Mehr Info: Anzeichen für Diabetes früh erkennen.

Motivierende Bewegungsbox


Wer unter Diabetes mellitus leidet, sollte sich fit halten. Auf diese Weise benötigen Diabetikerinnen und Diabetiker weniger Medikamente, Folgeschäden können vermieden oder zumindest hinauszögert werden. Durch Bewegung können aber auch Gesunde verhindern, dass sie an Diabetes erkranken, oder zumindest den Ausbruch der Krankheit hintan halten. Aus diesem Grund hat die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in Kooperation mit der Sportunion die Bewegungsbox entwickelt. Sie soll Menschen motivieren, mehr Bewegung in ihr Leben zu integrieren, und sie dabei unterstützen, auch langfristig Spaß daran zu haben. Die Bewegungsbox kann zum Selbstkostenpreis von 35 Euro auf www.bewegungsbox.at bestellt werden.

Therapie Aktiv – Diabetes im Griff


Menschen mit Typ-2-Diabetes finden im Programm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“ der Sozialversicherung eine Möglichkeit der Langzeitbetreuung nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft. Im Programm ist die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen „Therapie Aktiv“-Ärztinnen/Ärzten und den Patientinnen/Patienten besonders gut. Mithilfe von individuellen Zielvereinbarungen werden die Diabetikerinnen und Diabetiker vermehrt in die Therapie eingebunden und unterstützt. Den Betroffenen wird geholfen, einen gesunden Lebensstil umzusetzen. Laut Information der Sozialversicherung werden notwendige Kontrolluntersuchungen regelmäßiger durchgeführt, außerdem sind bei so betreuten Patientinnen und Patienten deutlich weniger Spitalseinweisungen notwendig.

Weitere Informationen:
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