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SUPRA – neues Programm zur Suizidprävention

Mann steht in dunklem Korridor © lassedesignen
24.09.2012

Die Suizidrate ist in den letzten Jahren gesunken. Dennoch sterben in Österreich jedes Jahr ungefähr 1.200 Menschen an einem Suizid (Selbstmord) – doppelt so viele wie bei Verkehrsunfällen. Die Vorbeugung von Suiziden ist laut Gesundheitsminister Stöger auch Teil des Regierungsprogrammes. Das aktuelle Suizidpräventionsprogramm sieht mehrere Arbeitsgebiete vor, in denen die unterschiedlichen Zielgruppen Berücksichtigung finden.

Entwicklung einer nationalen Strategie

Die Prävention von Suiziden hat in Österreich eine lange Geschichte vorzuweisen. Bereits vor 100 Jahren wurde von der Wiener Rettungsgesellschaft Betreuung für Menschen nach Suizidversuchen angeboten. Seit Ende der Vierzigerjahre gibt es fortlaufend präventive Aktivitäten. Im Jahr 2000 wurde der österreichische Suizidpräventionsplan (SPA) vorgestellt. Mit dem neuen Programm werden die Tätigkeiten in diesem Bereich ausgebaut: Suizidprävention Austria – auch SUPRA genannt – dient als Basis für die Entwicklung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie. Das Ziel ist es, eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Suizidprävention zu verankern. Ergänzend wurde eine Kontaktstelle für Suizidprävention an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eingerichtet, die eng mit einem Expertengremium kooperiert.

SUPRA – Suizidprävention Austria

Das SUPRA-Programm gliedert sich in mehrere Arbeitsgebiete, die von der Bewusstseinsbildung über Unterstützungsmöglichkeiten bis hin zu gesetzlichen Voraussetzungen reichen. Dabei wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen (von jung bis alt bzw. gefährdete Gruppierungen) gesondert herausgearbeitet. Wer an Alkohol-, Drogen-, Medikamentenabhängigkeit oder Depressionen leidet, einsam bzw. alt ist, hat unter anderem ein höheres Risiko, sich das Leben zu nehmen.

Das Thema Suizid in den Medien  

Medien berichten immer wieder über Suizide. Dabei ist der Einfluss von Zeitung und Co. nicht zu unterschätzen. Auf der einen Seite können Medien gute Aufklärungsarbeit leisten z.B. über die Kennzeichen von Suizidgefahr informieren – auf der anderen Seite kann eine unseriöse Berichterstattung (z.B. Sensationsjournalismus) zu tödlichen Nachahmungen führen. Ein Leitfaden gibt diesbezüglich Orientierung für Journalistinnen und Journalisten. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Presseinformation Das Thema Suizid in den Medien des Gesundheitsministeriums.

Weitere Informationen:
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