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Gesunde Ernährung im Visier: NAP.e 2012

Salat als Symbol gesunder Ernährung © Foto66
15.03.2012

Der im Jahr 2009 ins Leben gerufene Nationale Aktionsplan Ernährung (NAP.e) ist ein Maßnahmenkatalog zur Verlängerung der in Gesundheit verbrachten Lebenszeit. Zentral ist hierbei die Verbesserung der Ernährungssituation der österreichischen Bevölkerung.

Die vorrangigen Ziele des NAP.e sind eine Verringerung von Fehl-, Über- und Mangelernährung sowie eine Trendumkehr beim Anstieg von Übergewicht und Adipositas. Insgesamt orientiert man sich dabei an europäischen bzw. internationalen Initiativen und legt Wert auf die Nachhaltigkeit der einzelnen Maßnahmen.

Bereits im Jahr 2011 wurden viele wichtige Neuerungen wie z.B. die Ernährungspyramide für Schwangere sowie die Beikostempfehlungen für die Ernährung des Säuglings in die Wege geleitet und umgesetzt. Um die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel effizient einzusetzen und eine qualitätsgesicherte Vorgangsweise zu gewährleisten, wird der NAP.e. jährlich überarbeitet und angepasst. Die aktualisierte Fassung liegt nun vor.

NAP.e Version 2012


Bewährte Schwerpunkte des Jahres 2011 werden auch heuer weiterverfolgt. Dazu zählen vor allem der Fokus auf Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Stillende und Schwangere. „Dieses Jahr setzen wir beispielsweise auf die Verbesserung des Angebots in den Schulbuffets und bauen die Ernährungsberatung für Schwangere und Eltern für alle relevanten Ernährungsfragen ihrer Kinder in Kooperation mit der Sozialversicherung österreichweit aus“, so Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Version. Hinzu kommen im Jahr 2012 Aktivitäten für die heterogene Zielgruppe älterer Menschen, deren Ernährungssituation es ebenso zu verbessern gilt. Auch die oft sehr prekäre Ernährungssituation sozial Benachteiligter wird berücksichtigt, so sind mögliche Maßnahmen z.B. Beratungs- und Hilfsangebote für Eltern.

Nationale Ernährungskommission (NEK)


Ein weiteres Kapitel der neuen Version des NAP.e beleuchtet die Tätigkeit der Nationalen Ernährungskommission. Diese interdisziplinäre Beratungskommission wurde Ende 2010 eingerichtet und war z.B. an der Erarbeitung der Leitlinie Schulbuffet und der Ernährungspyramide für Schwangere im Vorjahr beteiligt. Mitglieder der NEK sind neben Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Ministerien, der AGES, relevanter Fachgesellschaften, der Bundesländer, der Kammern, der Sozialversicherungsträger z.B. auch der Oberste Sanitätsrat. Dieser Pool an Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Bereichen unterstützt den Gesundheitsminister in seinen Entscheidungen und berücksichtigt dabei u.a. internationale Vorgaben und nationale Bedarfs- und Risikoanalysen.

Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen


In Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium wurde darüber hinaus ein Leitfaden erarbeitet, der sich mit der Problematik tagtäglich weggeworfener Lebensmittel auseinandersetzt. Vieles ist jedoch für den menschlichen Verzehr durchaus noch geeignet. Rechtliche Unsicherheiten führen leider dazu, dass derartige Lebensmittel im Müll landen und nicht bei sozialen Einrichtungen oder Bedürftigen. Der Leitfaden zur Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen soll diesen Unsicherheiten entgegenwirken.

In seinem ersten Resümee über den NAP.e und das Zusammenwirken in puncto Ernährung zeigte sich der Gesundheitsminister positiv: „Ich bin stolz, dass wir im Ernährungsbereich nach vielen Jahren unkoordinierter Einzelprojekte endlich eine gemeinsame Strategie für Österreich erarbeitet haben, die schon jetzt ihre Wirkung zeigt. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken.“

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