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Hinter den Schalen: Maroni im Test

Maroni © kab-vision
20.12.2012

Groß ist die Enttäuschung, wenn die duftenden Früchte frisch aus dem Ofen oder der Pfanne kommen und sich dann nur schwer schälen lassen oder gar schimmelig, faulig oder wurmig sind. Was bei Maroni leider häufig der Fall ist. Das war ein Grund für den Verein für Konsumenteninformation (VKI), in einem Test die angebotene Handelsware genauer zu betrachten.

Nur die Hälfte einwandfrei

Von den zwanzig untersuchten Maroni- sowie Edelkastanienproben verschiedener Handelsketten und Wiener Märkte war nur die Hälfte in einwandfreiem Zustand. Dabei erhielten fünf Produkte das Testurteil „sehr gut“, weitere fünf wurden mit „gut“ bewertet, drei mit „durchschnittlich“, zwei mit „weniger zufriedenstellend“ und fünf mit „nicht zufriedenstellend“.

Bis zu einem gewissen Grad sind schadhafte Maronifrüchte in Österreich seitens des Österreichischen Lebensmittelbuches auch rechtens: Verkehrsfähige Ware darf bis zu 20 Prozent schadhafte Früchte aufweisen. Doch bei einem Viertel der geprüften Proben waren so viele Früchte faulig, vertrocknet oder wurmstichig, dass die Ware laut „Der Konsument“ erst gar nicht hätte verkauft werden dürfen. Bei einem Produkt war sogar beinahe die Hälfte der Früchte ungenießbar. Dass es auch anders geht, bewiesen die fünf besten im Test („sehr gut“), bei denen im Schnitt lediglich ein bis fünf Prozent schadhaft waren (davon zwei von Wiener Märkten).

Die untersuchten Maroni kamen aus Italien, Frankreich, der Türkei und Spanien. Prinzipiell werden auch in Österreich Maroni angebaut, z.B. in der Steiermark und im Burgenland. Im Angebot der (Super-)Märkte waren jedoch keine heimischen Maronis erhältlich.

Vorsicht beim Preis

Beim Einkauf lohnt es sich, den Preis zu beachten – denn dieser reicht laut VKI von 5,98 bis 18 Euro pro Kilogramm. Teure Ware ist dabei kein Garant für bessere Qualität. Die besten im Test lagen preislich zwischen acht und neun Euro pro Kilogramm. Der Testsieger kam auf 7,90 Euro/kg. Das zweitteuerste Produkt lieferte mit fast 40 Prozent schadhaften Früchten das zweitschlechteste Ergebnis. Das teuerste Produkt (18 Euro/kg) vom bekanntesten der Wiener Märkte erhielt das Testurteil „gut“.

Verschiedene Sorten: Maroni und Edelkastanie

Im Handel sind meist zwei verschiedene Sorten erhältlich. Man unterscheidet dabei die Maroni, auch Marone genannt, von der Edelkastanie, auch bekannt unter gewöhnliche Esskastanie. Maroni erkennt man an ihrer Herzform und der flachen, dreieckigen Unterseite. Ihr Geschmack ist intensiver, sie lassen sich auch leichter schälen. Edel- bzw. Esskastanien sind etwas größer und runder als Maroni. Sie sind an einer Seite abgeflacht und lassen sich meist schlechter schälen, da die unter der Schale liegende Haut stark haftet.

Hinweis Für den menschlichen Verzehr ungeeignet, sind die hierzulande in vielen Gärten und Alleen wachsenden Rosskastanien – sie sind ungenießbar!

Wissenswertes zu Einkauf & Lagerung

Um Ärger nach dem Einkauf zu umgehen, sollten die Früchte bereits im (Super-)Markt genauer betrachtet werden. Auch zu Hause kann vor der Zubereitung schlechte Ware aussortiert werden, um Geschmackseinbußen zu vermeiden.

„Der Konsument“ gibt dazu Tipps:

  • Frische Maroni sind schwer, fest und glänzend. Leichtere Früchte sind meist nicht
    mehr ganz frisch oder bereits von Würmern befallen. Nehmen Sie die Maroni in die Hand, um deren Gewicht zu beurteilen, gegebenenfalls drücken Sie die Früchte leicht.
  • Zu Hause kann man die Maroni in lauwarmes Wasser einlegen. Frische, gute Früchte sinken ab. Schwimmende Kastanien sind zum Verzehr nicht mehr geeignet.

Maroni sollen möglichst bald nach dem Kauf weiterverarbeitet und gegessen werden. Wer sich länger mit Maroni eindecken möchte, kann sie gekocht einfrieren und so bis zu einem halben Jahr bevorraten. Dazu die eingeschnittenen Früchte in kochendes Salzwasser geben und ca. 15 Minuten kochen.

Inhaltsstoffe Maroni

Maroni zählen zu den Buchengewächsen und sind mit nur ca. zwei Prozent Fett eine fettarme Zwischenmahlzeit. Der typisch süßliche Geschmack der Maroni kommt durch den hohen Stärkeanteil (Kohlenhydrat) der Früchte zustande. Zudem enthalten Maroni Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und Vitamin E sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium.

Esskastanie Inhaltsstoffe je 100 g verzehrbarer Anteil Esskastanie Inhaltsstoffe je 100 g verzehrbarer Anteil
Energie (kcal) 196 Magnesium (mg) 45
Fett (g) 1,9 Vitamin C (mg) 27
Protein (g) 3,4 Vitamin A (µg) 4
Kohlenhydrate (g) 41,2 Vitamin B1 (mg) 0,23
Ballaststoffe (g) 8,4 Vitamin B2 (mg) 0,22
Kalium (mg) 707 Niacin (mg) 0,9
Kalzium (mg) 33 Vitamin B6 (mg) 0,35
Eisen (mg) 1,4 Vitamin E (mg) 1,2
Quelle: Elmadfa, Aign, Muskat, Fritzsche: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle

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