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Darmkrebs: Fünf Tipps zur Risikosenkung

Workout © Peter Atkins
21.03.2012

Darmkrebs ist laut WHO weltweit die vierthäufigste Krebstodesursache. Das Amerikanische Krebsforschungsinstitut (American Institute for Cancer Reserarch, AICR) veröffentlichte Anfang März fünf einfache Empfehlungen für den Alltag, um das persönliche Darmkrebsrisiko zu senken. 

Die Empfehlungen basieren auf einer weltweiten Analyse aller relevanten wissenschaftlichen Studien zum Thema Krebsvorsorge der letzten 60 Jahre und neuen wissenschaftlichen Belegen. Die Forschungen zeigen, dass durch das eigene Bewegungs- und Ernährungsverhalten das Darmkrebsrisiko eindeutig gesenkt werden kann.

Fünf Tipps, um das Darmkrebsrisiko zu senken

  • Gesundes Gewicht halten: Aktuelle Studien unterstreichen deutlich den Zusammenhang zwischen Krebs und einem hohen Anteil an überschüssigem Körperfett. Vermutet wird, dass zu viel Körperfett die Immunfunktion verringert und den oxidativen Stress verschärft. Das wiederum kann DNA-Schäden verursachen. Mittels Body-Mass-Index (BMI) lässt sich Übergewicht oder Fettleibigkeit und das damit verbundene Gesundheitsrisiko feststellen. Mehr Infos zum BMI.
  • Bauchfett vermeiden: Überschüssiges Fett, das sich im Bauch ablagert, gilt – unabhängig vom Körpergewicht – auch als Risikofaktor für Darmkrebs. Der Bauchumfang kann einfach mittels Maßband ermittelt werden. Mehr Infos zur Körperfettverteilung und der Entstehung von Übergewicht.
  • Genügend Ballaststoffe zu sich nehmen: Aktuelle Forschungen untermauern die Empfehlung, dass ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für Darmkrebs senkt. Ballaststoffe beschleunigen den Abtransport von Schadstoffen im Darm – dadurch sind die Darmzellen kürzer eventuell krebserregenden Stoffen ausgesetzt. Beispiele für den Ballaststoffgehalt von Lebensmitteln finden sie unter Kohlenhydrate und Ballaststoffe.
  • Rotes Fleisch einschränken, verarbeitetes Fleisch vermeiden: Der Konsum von zu viel rotem Fleisch (z.B. Rind-, Lamm- oder Schweinefleisch) erhöht das Darmkrebsrisiko. Besonders gilt dies für verarbeitetes Fleisch – das ist Fleisch, das durch Räuchern, Salzen, Pökeln oder den Zusatz von Konservierungsmitteln haltbar gemacht wurde (z.B. Wurst). Als Auslöser werden biochemische Prozesse vermutet, die den Darm schädigen bzw. krebserregende Stoffe bilden. Rotes Fleisch sowie verarbeitetes Fleisch und Wurstwaren sollten daher selten und nur in begrenzten Mengen konsumiert werden. Weitere Infos zu empfohlenen Fleischmengen in der Österreichischen Ernährungspyramide.
  • Täglich körperlich aktiv sein: Von Hausarbeit bis Laufen: Laut AICR reduziert jede Form von mäßig intensiver körperlicher Aktivität das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Mehr zu gesunden körperlichen Aktivitäten in den Österreichischen Bewegungsempfehlungen.
Früherkennung rettet Leben

Darmkrebs ist in Österreich laut Statistik Austria die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern (2009: 2.663 Neuerkrankungen) und die zweithäufigste bei Frauen (2009: 1.964 Neuerkrankungen).

Die letzten Jahre zeigen einen positiven Trend: Seit 1999 nahmen die Sterberaten bei den Männern um 29 Prozent und bei Frauen um 36 Prozent ab. Der Grund: Dank Früherkennungsuntersuchungen – die Koloskopie wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung angeboten – und wirksamer Behandlungen gilt Darmkrebs meist als eine vermeidbare Todesursache. Mithilfe der Koloskopie können Adenome (gutartige Tumore) entdeckt und anschließend entfernt werden. Damit wird vielfach eine Krebsentstehung verhindert.

Weitere Informationen:

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