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Bei hohem Brustkrebs-Risiko gut versorgt

DNA © adimas
08.08.2012

Frauen, in deren Familie schon Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs vorgekommen sind, machen sich möglicherweise wegen eines erhöhten Krebsrisikos Sorgen. Mithilfe einer genetischen Beratung ist es möglich, das Krebsrisiko genauer beurteilen zu lassen.


Stellt sich bei einer Untersuchung tatsächlich ein Gendefekt heraus, steht den betroffenen Frauen seit Kurzem ein spezielles Betreuungs- und Behandlungsprogramm der Sozialversicherung zur Verfügung. Österreichweit wurden über 50 Beratungszentren für Hochrisikopatientinnen eingerichtet.

Höheres Risiko aufgrund familiärer Vorbelastung

Bei Defekten an bestimmten, für die Krebsverhinderung wichtigen Genen (BRCA 1 und 2) besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Brust- und/oder Eierstockkrebs zu erkranken. Diese Gendefekte können durch gentechnische Analysen von Blutproben identifiziert werden. Anschließend sind spezielle Früherkennungsuntersuchungen notwendig, um die Entstehung von Krebs möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Neues Versorgungsprogramm

Das neue Programm der Sozialversicherung für Brustkrebs-Hochrisikopatientinnen umfasst einen österreichweit einheitlichen Betreuungs- und Behandlungspfad. Die genetischen Untersuchungen werden zentral im Wiener AKH durchgeführt. Das genetische Erstberatungsgespräch, die molekulargenetische Untersuchung sowie die Untersuchungsauswertung sind für die betroffenen Frauen – mit aufrechtem Versicherungsstatus bei fast allen österreichischen Sozialversicherungsträgern – kostenfrei.

Das Hochrisikoscreening sollte laut Information der Sozialversicherung nicht mit der Brustkrebs-Früherkennung für Frauen ohne familiäre Vorbelastung verwechselt werden. Frauen ohne Hochrisiko wird derzeit eine im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung angeboten. Ab 2013 wird es für sie ein österreichweites, qualitätsgesichertes geben.

Weitere Informationen:

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