Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Rauchertelefon: „Einstieg zum Ausstieg“

Telefonhörer mit Aufdruck Rauchertelefon © Hauptverband der Sozialversicherungsträger
26.05.2011

Anlässlich des Welt-Nichtrauchertags am 31. Mai 2011 machten Sozialversicherung und Rauchertelefon mit auffälligen Aktionen auf ihre Rauchstopp-Programme aufmerksam und informierten über die Vorteile eines rauchfreien Lebens. In Wien wurde eine Straßenbahn in eine mobile Raucherberatungs-Stelle umfunktioniert.

Rauchen zählt zu den größten gesundheitlichen Risikofaktoren. Jährlich sterben in Österreich 12.000 bis 14.000 Menschen an den Folgen einer tabakbezogenen Erkrankung. Rauchen verkürzt nicht nur die Lebenserwartung, sondern beeinträchtigt auch die Lebensqualität. Die Anzahl der gesunden Lebensjahre ist bei Raucherinnen und Rauchern deutlich geringer als bei Nikotinabstinenten. Viele chronische Krankheiten werden durch regelmäßiges Rauchen verursacht, dazu zählen COPD oder Gefäßkrankheiten.

Raucherberatung und Entwöhnungsprogramme

Um auf unkomplizierte Weise Rauchstopp-Willige zu unterstützen, wurde im Jahr 2006 das österreichweite Rauchertelefon mit der Nummer 0810-810-013 eingerichtet. Seit dem Start vor fünf Jahren haben bisher rund 8.500 Österreicherinnen und Österreicher die telefonische Beratung in Anspruch genommen. Speziell ausgebildete Klinische- und Gesundheitspsychologinnen begleiten beim Rauchstopp und bieten individuelle Nachbetreuung in der ersten rauchfreien Zeit sowie bei Bedarf auch Weitervermittlung an andere öffentliche Tabakentwöhnungsprogramme.

„Unser Angebot ist schnell und ohne Wartezeiten erreichbar, auf Wunsch auch anonym“, erklärt Melanie Stulik vom Rauchertelefon. Weitere Vorteile der telefonischen Raucherberatung: Keine Anmeldung, keine Anfahrtszeiten, zeitlich flexibel und individuell. „Nach fünf bis sieben Beratungsgesprächen fühlen sich die meisten Klientinnen und Klienten für den rauchfreien Alltag gerüstet.“ Meist melden sich abhängige Raucherinnen und Raucher, die mehr als eine Schachtel Zigaretten täglich konsumieren und den Ausstieg nach durchschnittlich 20-jähriger Rauchkarriere selbst noch nicht geschafft haben. Die Erfolgsquote liegt nach Angaben der Expertin im internationalen Spitzenfeld: Ein Drittel der Beratenen ist rauchfrei, ein weiteres Drittel hat den Nikotinkonsum reduziert.

‚Länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit‘ ist ein Ziel der Sozialversicherung, zu dem die Tabakentwöhnungsprogramme wesentlich beitragen sollen. Neun der 13 großen Krankenkassen sowie die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) bieten derzeit ambulante und stationäre Raucherentwöhnungsprogramme an, und zwar in Form von Einzel- oder Gruppenberatung. Insgesamt nehmen jährlich rund 3.000 Personen diese Angebote in Anspruch.

Weitere Informationen:

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse