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Hunde sicher verstehen

Frau mit Kind und Hund in Wiese © Alena Ozerova
02.05.2011

Gehören Sie zu jenen Menschen, die sich unsicher fühlen, wenn Sie einem Hund begegnen? Oder sind Hunde für Sie nie ein Problem, vielleicht weil Sie selbst einen treuen Begleiter besitzen? Wer die Körpersprache von Hunden versteht und richtig anwendet, kann unangenehme und gefährliche Situationen besser vermeiden. Eine neue Broschüre des Gesundheitsministeriums und des Vereins „Tierschutz macht Schule“ greift das Verhältnis Mensch und Hund auf. Unter dem Titel „Hunde sicher verstehen“ beschreiben Expertinnen und Experten die wichtigsten Körpersignale und informieren über richtiges Verhalten für mehr Sicherheit im Zusammenleben mit Hunden. 

Auf die Körpersprache achten

Hunde haben von ihren ursprünglichen Vorfahren, den Wölfen, das Kommunikationssystem übernommen, mit dem sie dem Rudel ihre Stimmung mitteilen. Freude, Zufriedenheit, Angst, Bedrohung – all das spiegelt sich in der Körpersprache eines Hundes wider. So ist Schwanzwedeln nicht immer ein Zeichen für eine freundliche Begrüßung – es kann auch Aufregung und Angst bedeuten. Oder wenn sich der Vierbeiner mit der Zunge kurz über die Lippen leckt und den Kopf abwendet, ist das ein Signal für Unsicherheit. Knurren bedeutet: Halte mehr Abstand! Dann ist es besser, den Hund in Ruhe zu lassen. Das Vermeiden von Stress und Anspannung ist eine wichtige Voraussetzung für gute Hundemanieren. Deshalb ist „Stockerl werfen“ nicht das ideale Spiel für Hunde, weil der Jagdtrieb das Tier in einen Erregungszustand versetzt.

Wer Angst vor Hunden hat, sollte direkten Blickkontakt mit dem Tier vermeiden – auch wenn es schwer fällt – und dem Hund in einem Bogen ausweichen. Die Broschüre zeigt auch, wie man einen Hund richtig füttert und streichelt, ohne unbewusst zu provozieren. Ausführlich wird beschrieben, wie Kinder sicher mit Hunden umgehen.

Hundebiss ärztlich behandeln

In Österreich sind laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit rund 600.000 Hunde gemeldet. Hundehaltung heißt auch Verantwortung übernehmen und will gelernt sein, denn jährlich werden rund 6.000 Personen nach einem Hundebiss im Spital behandelt. Rund 20 Prozent der Verletzten sind Kinder unter 15 Jahren. Am häufigsten kommt es zu Hundebissen beim Spielen und Kuscheln mit dem Tier oder wenn ein Hund glaubt, sein Futter oder Revier verteidigen zu müssen. Bei einem Hundebiss sollte auch immer eine Ärztin/ein Arzt oder Spital aufgesucht werden. Das gilt auch für kleinere Wunden, da sie trotzdem tief sein können. Bissverletzungen sind häufig durch Bakterien verunreinigt, sie können eine Entzündung auslösen. Die Behandlung erfolgt mit einem Antibiotikum.

Weitere Informationen:

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