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Neue Studie: Bewegung hilft Brustkrebs vermeiden

Drei Damen machen Bewegung © pressmaster
14.03.2011

Rund 30 Prozent aller Brustkrebsfälle in den Wechseljahren könnten durch mehr Bewegung und den Verzicht auf eine Hormonersatztherapie vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums, die in einer mehrjährigen Studie unter anderem die Bedeutung von verschiedenen Risikofaktoren für Brustkrebs untersuchten.

Schon bisher galten Lebensstilfaktoren wie z.B. Bewegungsmangel, Alkoholkonsum und Übergewicht sowie eine Hormonersatztherapie zur Behandlung von Wechselbeschwerden allgemein als Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs. Aufgrund der deutschen MARIE-Studie können nun Aussagen darüber getroffen werden, wie stark der Einfluss bestimmter Faktoren auf das Brustkrebsrisiko in der untersuchten Bevölkerungsgruppe ist.

Brustkrebsrisiko ist teilweise vermeidbar

Die Ergebnisse der Studie mit knapp 10.000 Teilnehmerinnen zeigen, dass von den beeinflussbaren Risikofaktoren die Hormonersatztherapie und der Bewegungsmangel den stärksten Einfluss haben. Das Risiko für invasiven Brustkrebs wird durch die Hormonersatztherapie um 19,4 Prozent und durch Bewegungsmangel um 12,8 Prozent erhöht. Bei Alkoholkonsum und Übergewicht zeigte sich in der Studie ein vergleichsweise geringerer Einfluss auf die Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren stehen mit insgesamt rund 37 Prozent aller Fälle von bösartigem Brustkrebs nach den Wechseljahren in Zusammenhang. Zu diesen Faktoren zählen z.B. eine frühe erste Regelblutung, ein später Beginn der Wechseljahre sowie familiäre Vorbelastung.

Bereits im Jahr 2007 wurden in einem großangelegten Report des World Cancer Research Fund (WCRF) und des American Institute for Cancer Research (AICR) verschiedene Risikofaktoren u.a. für die Entstehung von Brustkrebs nach den Wechseljahren untersucht. Demnach wird das Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren durch körperliche Bewegung „wahrscheinlich verringert“ und durch Alkohol „überzeugend erhöht“. Auch dieser Report kommt zu dem Schluss, dass bestimmte Risikofaktoren durch entsprechendes Verhalten vermieden werden können.

Informationen zur Brustkrebsprävention

Für Frauen, die sich mehr über die Möglichkeiten informieren wollen, sich vor Brustkrebs zu schützen, bieten u.a. die österreichischen Frauengesundheitszentren ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot zum Thema Brustgesundheit an.

Weitere Informationen:

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