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Weniger Salz ist mehr!

Freundliche Bäckerin © contrastwerkstatt
03.03.2011

„Weniger Salz ist g'sünder“ – lauten Titel und Kernbotschaft einer Initiative des Gesundheitsministeriums zusammen mit den österreichischen Bäckerinnen und Bäckern. 

Ziel ist eine Salzreduktion bei Brot und Backwaren um 15 Prozent bis zum Jahr 2015. 113 Bäckereibetriebe mit insgesamt über 350 Filialen haben sich bei der Initiative vertraglich dazu verpflichtet, den Salzgehalt in ihren Produkten zu reduzieren. Das Gesundheitsministerium setzt mit dieser Kampagne im Rahmen des „Nationalen Aktionsplans Ernährung“ einen weiteren wichtigen Schritt.

Salz in verarbeiteten Lebensmitteln 

In Österreich wird deutlich zu viel Salz (Natriumchlorid, NaCl) konsumiert. Verantwortlich dafür ist jedoch weniger die Verwendung beim Kochen oder das Nachsalzen bei Tisch, vielmehr das in verarbeiteten Lebensmitteln enthaltene Salz. Da es ein natürlicher Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel ist, kommen in Brot und Gebäck, Fleisch- und Wurstwaren sowie in Käse teils erhebliche Mengen vor. „Der Einzelne hat wenig Möglichkeiten, Einfluss auf den Salzgehalt seiner Nahrungsmittel zu nehmen“, so der Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich der Präsentation der neuen Kampagne. 

Brot und Backwaren liefern wertvolle Kohlenhydrate, die die Basis gesunder Ernährung darstellen. Laut Ernährungsempfehlungen sollen mehr als 50 Prozent der täglichen Energiezufuhr über Kohlenhydrate gedeckt werden. Es ist daher wichtig, diese sehr gesunden Lebensmittel noch wertvoller zu machen, indem man deren Salzgehalt reduziert. Verkostungen zeigen, dass der Salzgehalt in Brot und Backwaren ohne Geschmackseinbußen um ca. 15 Prozent verringert werden kann.

„Das Salz in der Suppe“

Salz verbessert den Geschmack vieler Speisen und liefert dem Körper Mineralien wie Natrium und Jod (jodiertes Speisesalz). Das Sprichwort „Das Salz in der Suppe . . .“ unterstreicht sein hohes Ansehen. Da ein Übermaß an Salz mit gesundheitlichen Nachteilen verbunden ist, sollte es dennoch in Maßen konsumiert werden. Die maximale Salzaufnahme sollte fünf Gramm (WHO) pro Tag nicht übersteigen.

Zu viel Natriumchlorid (Salz) begünstigt:

  • Bluthochdruck (Hypertonie) und somit
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Nierensteine
  • Gastritis
  • Osteoporose
Laut österreichischem Ernährungsbericht 2008 verzehren Österreichs Männer mit rund neun Gramm/Tag und Frauen mit rund acht Gramm/Tag deutlich mehr Salz als empfehlenswert. Weitere Informationen zum Thema Salz erhalten Sie unter:

Nähere Informationen zum Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) erhalten Sie auf der Homepage des Gesundheitsministeriums.
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