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Information zur Kaliumjodid-Bevorratung

Symbol für radioaktive Strahlung © Maksym Yemelyanov
17.03.2011

Laut Informationen des Gesundheitsministeriums stellt die gegenwärtige Situation in Japan nach den Atomreaktorunfällen derzeit keine Bedrohung für die österreichische Bevölkerung durch radioaktives Jod dar.

Das Gesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Einnahme von Kaliumjodid-Tabletten derzeit nicht angezeigt ist!

Kaliumjodid-Prophylaxe


Kaliumjodid-Tabletten bieten nach einem AKW-Unfall durch zeitgerechte Einnahme einen Schutz vor Einlagerung von radioaktivem Jod in die Schilddrüse – die sogenannte Jodblockade – und vermindern so das Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Für einen Ernstfall bevorratet Österreich zum Schutz der Risikogruppen (Kinder, Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Schwangere und Stillende) ausreichend Kaliumjodid-Tabletten. Die verfügbaren Chargen werden vom Arzneimittelkontrolllabor des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen laufend auf Qualität und Wirksamkeit überprüft.

Bevorratung

Öffentliche Apotheken und ärztliche Hausapotheken können Personen, die zu den Risikogruppen zählen, mit jeweils einer Packung pro Person kostenlos für die Heimbevorratung versorgen. Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Kindergärten etc. bevorraten wie bisher die Tabletten für die von ihnen betreuten Kinder. Personen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren haben die Möglichkeit, sich in Apotheken auf eigene Kosten rezeptfrei mit Kaliumjodid-Tabletten zu versorgen.

Über 40-jährigen wird im Ernstfall von einer Verwendung abgeraten, da ein sehr geringes Schilddrüsenkrebsrisiko, jedoch ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen der Kaliumjodid-Tabletten besteht.

Achtung! Kaliumjodid-Tabletten dürfen im Katastrophenfall nur auf ausdrückliche Anordnung der Gesundheitsbehörden eingenommen werden. Eine Einnahme ohne Gefahr einer Strahlenbelastung ist sinnlos und eventuell sogar schädlich!

Weitere Informationen zur Kaliumjodid-Bevorratung: Gesundheitsministerium.

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