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Ratgeber: Gesundheitsinfos im Web

Ehepaar surft im Internet © Yuri Arcurs
04.04.2011

Gesundheitsfragen zählen zu den am meisten gesuchten Themen im Internet. Zur Frage „Wie finde ich seriöse Gesundheitsinformationen im Internet“ hat nun die NÖ Patientenanwaltschaft, in Kooperation mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) und dem Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, einen umfassenden, wissenschaftlich fundierten Praxisleitfaden herausgegeben. Die wichtigsten Punkte wurden in einem Folder als Praxisratgeber zusammengefasst, der auch als Checkliste verwendet werden kann.

Bessere Orientierung im Info-Dschungel

Der Praxisleitfanden gibt zunächst Tipps für die gezielte Suche. Zu Gesundheitsthemen ist die Informationsflut besonders groß. Um die Qualität der Informationen beurteilen zu können, werden verschiedene Kriterien aufgelistet und einfach erklärt, z.B. die notwendige Kennzeichnung von Werbung, regelmäßige Aktualisierungen, die Qualifikation der Autorinnen/Autoren etc.

Hinter vielen Gesundheitsseiten im Internet stecken kommerzielle Interessen, zum Beispiel Informationsportale, die sich durch Werbung finanzieren, oder von Unternehmen betriebene oder gesponserte Webseiten. Im Leitfaden wird daher empfohlen, einen Blick ins Impressum zu werfen. Es wird auch erklärt, wie der Domaininhaber – der Besitzer einer Website – herausgefunden werden kann. Um zu beurteilen, ob man einer Seite vertrauen will, lohnt es sich, die Inhalte genauer unter die Lupe zu nehmen: Wenig Vertrauen sollte Gesundheitsseiten entgegengebracht werden, die z.B. „Wundermittel“ zum Online-Kauf anbieten oder die eine Behandlung ohne Nebenwirkungen versprechen.

Was Gütesiegel anzeigen


Der Praxisleitfaden gibt einen Überblick über etablierte Gütesiegel für Gesundheitsseiten. Meist beziehen sich diese Qualitätskriterien auf formale Vorgaben wie klare Trennung von Redaktion und Werbung, Nennung von Autoren und Quellen, Möglichkeit der Kontaktaufnahme etc. Die Richtigkeit der Inhalte selbst wird durch die Qualitätszertifikate jedoch nicht geprüft.

Kein Ersatz für Arztbesuch

Die Patientenanwaltschaft betont, dass die Suche im Internet allein kein Ersatz für einen Arztbesuch und ein persönliches Gespräch mit einer Ärztin/einem Arzt ist. Daher widmet sich ein Kapitel des Praxisleitfadens dem Arzt-Patienten-Gespräch und gibt Tipps, wie Patientinnen oder Patienten die meist knapp bemessene Gesprächszeit bestmöglich nützen können, indem sie aus ihren Internet-Recherchen ein bis zwei wichtige Fragen herausfiltern.

Ein weiteres Kapitel enthält Link-Empfehlungen zu vertrauenswürdigen Gesundheitswebseiten und wissenschaftlichen Datenbanken. Empfohlen wird den Internet-Nutzern trotz aller Qualitätsbemühungen vorsichtig zu bleiben: Es gibt keine hundertprozentige Garantie, dass die Informationen richtig sind. Am besten sammelt man Informationen aus möglichst vielen, voneinander unabhängigen Seiten.

Hier können Sie den Praxisratgeber bzw. den Praxisleitfaden herunterladen:

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