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Psychologische Tipps zum Schulstart

Schulmädchen mit Mutter beim Lernen ©Christian Schwier
13.09.2010

Die Schulzeit beginnt! Damit heißt es für tausende Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich „Ferien ade“ und sich auf den Schulalltag einstellen – für manche zum ersten Mal. Die neue Umgebung, das Leben in der Klassengemeinschaft, das Lernen an sich oder die Prüfungssituationen können für viele junge Menschen auch eine große psychische Herausforderung darstellen.

Tipps für alle Schulstufen  Psychologische Tipps von Dr. Mathilde Zemann, Leiterin der Schulpsychologie und Bildungsberatung beim Wiener Stadtschulrat, sollen einen guten Schulstart ermöglichen und dazu beitragen, dass sich Ihr Kind auch während des Schuljahres wohlfühlt.

  • Offenes Ohr der Eltern: Wenn ein Kind aus der Schule kommt, sollte es Gelegenheit haben zu erzählen, was es bewegt. Eltern sollten es aber vermeiden, ihr Kind zum Erzählen zu drängen! Es genügt für das Kind zu wissen, dass Verständnis und Interesse für seine Probleme und Erlebnisse vorhanden sind.
  • Alltagsroutine einüben: Gerade für Schulanfängerinnen/-anfänger ist es wichtig, dass Eltern ihnen den Schulweg „lernen“. Auch die Alltagsroutine mit rechtzeitigem Aufstehen, Schulsachen herrichten, Schultasche einräumen, gemeinsame Mahlzeiten, effizientes Zeitmanagement usw. spielt sich durch Üben besser ein.
  • Lob spornt an! Wichtig ist es, das Bemühen des Kindes zu loben. Strafe hingegen macht Angst und führt zu Schul- und Lernunlust! Eine gute Eltern-Kind-Beziehung darf nicht von den Noten in der Schule abhängig gemacht werden.
  • Lernen und Aufgabe machen will organisiert sein: Für die Schulsachen braucht das Kind einen eigenen Platz, für den es verantwortlich ist und wo es Ordnung halten kann. Beim Erledigen der Aufgaben sollte es im Raum möglichst ruhig sein. Wenn ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson in der Nähe ist, gibt dies dem Kind das Gefühl der Sicherheit. Die Aufgabe kann vorher besprochen und nachher kontrolliert werden – sie soll aber vom Kind selbstständig erledigt werden!
  • Ausgleich ist wichtig! Trotz Aufgaben machen und lernen darf die Freizeit nicht verloren gehen. Ausreichend Bewegung ist wichtig für den geistigen Ausgleich und für die Gesundheit.
  • Gewöhnungsphase beim Schulstart oder Umstieg: Beim Schulstart oder bei einem Schulwechsel brauchen Kinder unter Umständen eine Zeit zur Eingewöhnung. Nach zwei bis drei Monaten, spätestens vor Weihnachten, sollte die Umstellung geschafft sein. Wenn das Kind länger unter der neuen Situation leidet oder unglücklich ist, sollte zunächst ein Kontakt mit der Lehrerin/dem Lehrer bzw. Klassenvorstand aufgenommen werden, um die Gründe herauszufinden. Unter Umständen ist es auch notwendig, eine Schulpsychologin/einen Schulpsychologen einzuschalten, um ein Problem zu lösen.
Schulpsychologie bietet Beratung und Hilfe

Mehr als 140 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sind in ganz Österreich tätig.
Sie betreuen unter anderem Kinder bei Lernschwierigkeiten, helfen bei der Beurteilung der Schulreife oder einer Hochbegabung, vermitteln bei Verhaltensproblemen oder Mobbing, unterstützen Klassen bzw. Schulen bei Krisensituationen oder beraten bei Bildungsfragen. Erreichbar sind Schulpsychologinnen/Schulpsychologen über die jeweilige Schule – für jede Schule gibt es eigene Sprechstunden – oder direkt über die schulpsychologischen Beratungsstellen im Landesschulrat.

Weitere Informationen und Adressen finden Sie unter: www.schulpsychologie.at

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