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Info-Offensive zu Arzneimittelfälschungen

Medikamentenpackungen auf Tastatur © Flexmedia
17.09.2010

Über die Gesundheitsgefahren von Arzneimittelfälschungen, die über Internet-Handel und Schmuggel nach Österreich gelangen, informiert eine neue Website. Auf www.auf-der-sicheren-seite.at werden aktuelle Zahlen und Fakten präsentiert, die Risiken und die Situation in Österreich dargestellt und der sichere Vertrieb über Apotheken beschrieben. Ein Kurzvideo zeigt einprägsam die kriminellen Strukturen und gesundheitsgefährdenden Produktionswege.

Der Handel von gefälschten Medikamenten über das Internet boomt. 95 Prozent der von den Behörden aufgegriffenen Medikamente, die im Internet bestellt und per Post zugesendet werden, sind Fälschungen oder Substandard. In Österreich sind die Aufgriffszahlen des Zolls in den vergangenen Jahren explodiert. Im vergangenen Jahr wurden von den Behörden 593 Sendungen mit 27.095 Stück Medikamenten in Österreich beschlagnahmt – im Jahr 2005 war es noch eine einzige Sendung mit 55 Stück. Erst kürzlich wurden 23.000 Stück Potenzpillen – großteils gefälschte Viagra-Pillen – von den Zollbehörden am Flughafen Wien-Schwechat beschlagnahmt. Sie wurden aus Thailand in einem Koffer nach Österreich geschmuggelt. Ihr Schwarzmarktwert: 100.000 Euro.

Gefährliche Inhaltsstoffe


Das Milliardengeschäft mit Arzneimittelfälschungen ist fest in der Hand der organisierten Kriminalität. Die gefälschten Medikamente werden oft unter Bedingungen produziert, gelagert und transportiert, die nicht annähernd den geltenden gesundheitlichen Standards entsprechen. Solche Medikamente enthalten Schadstoffe, Staub, Kot und mitunter sogar Gift. Oft sind diese verunreinigten Medikamente gefährlich überdosiert, andererseits teilweise einfach wirkungslos.

Verbotener Internet-Handel

Der Handel und der Kauf von Medikamenten über den Fernabsatz – also auch über das Internet – ist verboten. Erst im August trat ein neues Arzneiwareneinfuhrgesetz in Kraft, in dem die Vorschriften in Sachen Medikamentenschmuggel weiter verschärft wurden. Gesundheitsminister Alois Stöger erklärt dazu: „Das neue Gesetz schiebt dem Bezug von Arzneimitteln über das Internet durch Private weitgehend einen Riegel vor.“ Auch die Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten der Behörden wurden verbessert, um den Gesundheitsschutz der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.auf-der-sicheren-seite.at und im Artikel Medikamente aus dem Internet.

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