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Grippe: Impfstoff-Aktion in den Apotheken

Kalender mit Impftermin © bilderbox
16.11.2009

Wenn im Oktober die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnt die alljährliche Grippe-Saison. Innerhalb der Wintermonate erkranken in Österreich im Durchschnitt 400.000 Menschen an der „echten“ Grippe. 

Diese aggressive Infektionskrankheit wird überwiegend durch Tröpfchen- oder Hautkontakt übertragen. Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Tagen setzt hohes Fieber ein, meist über 39 Grad. Zum allgemeinen Krankheitsbild der Grippe gehören Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen, Halsentzündung und Kreislaufschwäche.

Impfstoff-Aktion von 1. Oktober bis 31. Dezember


Um die Impfrate zu heben und das Ausmaß einer möglichen Grippe-Epidemie klein zu halten, starten die 1.248 österreichischen Apotheken unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen wieder eine Grippe-Kampagne.

Drei Monate lang – von 1. Oktober bis 31. Dezember – geben die Apotheken alle Influenza-Impfstoffe für Erwachsene um vier Euro billiger, für Kinder um zwei Euro billiger ab.

Die vergünstigten Impfstoffpreise für Erwachsene liegen je nach Hersteller somit zwischen 14,35 Euro und 18,95 Euro. Der Kinder-Impfstoff kostet verbilligt 11,95 Euro. Die neuen Preise entsprechen einer Senkung von rund 20 Prozent gegenüber den regulären Preisen.

Gesundheitsminister Alois Stöger ruft vor allem Risikogruppen zur Impfung gegen die saisonale Grippe auf. „Insbesondere für ältere Menschen und chronisch Kranke wird von Experten eine Immunisierung durch die Impfung empfohlen. Dieser Empfehlung schließe ich mich an“, so der Gesundheitsminister.

Österreicher sind Impfmuffel


Im Vorjahr haben sich weniger als eine Million Österreicher impfen lassen.
Damit zählen die Österreicher zu den „Impfmuffeln“ in Sachen Grippe. Nur zwölf Prozent der Bevölkerung waren gegen die Influenza geschützt. Dabei könnte eine Immunisierung bei chronisch Kranken die Todesrate deutlich verringern.

Die Europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation WHO betonen, dass die Grippeimpfung als effektivste und kostengünstigste Maßnahme gegen die Influenza breiter eingesetzt werden muss. Ziel ist es, bei älteren Menschen und Risikogruppen wie chronisch Kranken und immunschwachen Personen die Durchimpfungsrate bis spätestens 2015 auf 75 Prozent zu erhöhen.

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