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Anonyme Alkoholiker helfen seit 75 Jahren

Alkohol trinkender Mann © Udo Kroener
10.06.2010

Am 10. Juni 1935 wurden die Anonymen Alkoholiker vom Chirurgen Dr. Bob S. und dem Börsenmakler Bill. W. in Ohio, USA, gegründet. Beide litten schwer unter der Krankheit Alkoholismus. Sie hatten festgestellt, dass ihr Zwang zu trinken schwand, sobald sie offen über ihre Probleme und Ängste sprechen konnten.

75 Jahre danach gibt es weltweit in 150 Ländern ca. 100.000 Gruppen mit rund 2.000.000 Mitgliedern. In Österreich besteht die Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker seit 1960 und umfasst 50 Jahre danach rund 150 Gruppen.

Vor allem in großen Städten werden gemeinsame Treffen fast täglich angeboten. Die Teilnahme an diesen Meetings ist kostenlos und anonym und an keine Bedingungen geknüpft.

Wie helfen die Anonymen Alkoholiker?

Das Ziel der Anonymen Alkoholiker ist, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikerinnen bzw. Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen. Um dieses Ziel zu erreichen, treffen sich die Anonymen Alkoholiker regelmäßig, um ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen. Durch den ständigen Kontakt mit den genesenden Freunden, das Gefühl der Gemeinschaft und der Freundschaft kann laut der Selbsthilfegruppe der Zwang zum Trinken durchbrochen werden.

Über die Alkoholsucht

Exzessiver Alkoholkonsum und Alkoholismus sind in Österreich Gesundheitsrisiken ersten Ranges. Rund zehn Prozent der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an Alkoholismus und riskieren dadurch eine um 15 bis 20 Jahre geringere Lebenserwartung. Fünf Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind Alkoholikerinnen/Alkoholiker, weitere elf Prozent konsumieren längerfristig Alkoholmengen, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Alkoholismus ist eine Krankheit, die sich in der Regel verschlimmert. Alkoholkranke können ihr Trinken nicht kontrollieren. Um die Alkoholsucht zu behandeln, ist totale Abstinenz und eine Änderung der Lebensführung notwendig. Eine Alkoholkrankheit erfordert eine mehrstufige ärztliche Behandlung mit Entziehung, Entwöhnung und Psychotherapie.

Weitere Informationen:

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