Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Anti-Doping-Gütesiegel für Fitnesscenter

Junger Mann beim Krafttraining im Fitnesscenter © zeremskimilan
25.09.2017

Österreichs Anti-Doping Agentur NADA startet eine Informationsoffensive in Fitnessstudios, um Mitglieder, Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter  und Trainerinnen/Trainer über Doping und Substanzmissbrauch aufzuklären. Fitnesscenter, die beim Informations- und Schulungsprogramm mitmachen, erhalten das NADA Anti-Doping Gütesiegel.

Österreichs Fitnesscenter verzeichnen steigende Mitgliederzahlen. In den ca. 1.000 öffentlichen Gesundheits- und Fitnessstudios trainieren rund 750.000 eingeschriebene Mitglieder. Der anhaltende Trend zum Fitnesssport hat aber leider auch Schattenseiten. NADA-Geschäftsführer Michael Cepic erklärt: „Auf der Suche nach dem schnellen Erfolg bzw. dem Überschreiten natürlicher Grenzen schrecken manche auch vor Doping und Substanzmissbrauch nicht zurück. Das größte Problem sind Anabolika und Wachstumshormone.“

Alleine im Jahr 2016 wurden von den Ermittlungsbehörden in Österreich, mit denen die NADA Austria eine sehr gute Zusammenarbeit pflegt, mehr als eine Tonne verbotener Substanzen sichergestellt, wobei der Großteil für den Fitnesssport vorgesehen war.

Sauber Trainieren

Um diesem Problem aktiv entgegenzutreten, hat die NADA Austria ein Informations- und Schulungsprogramm für Fitnesscenter entwickelt. Kernpunkte sind das klare Bekenntnis zu sauberem, gesundem Sport, verpflichtende Anti-Doping Schulungen und die Absolvierung eines Anti-Doping eLearning-Kurses für Mitarbeiter und Trainer sowie umfassende Informationsmöglichkeiten für die Mitglieder. Alle teilnehmenden Standorte erhalten ein Anti-Doping Gütesiegel, das prominent im Eingangsbereich platziert wird. Als erste Partner des sauberen Sports konnten die Fitnessketten „INJOY“ und „John Harris“ gewonnen werden. Die NADA wird sich in den kommenden Monaten bemühen, dass weitere Fitnesscenter beim Programm mitmachen und das Anti-Doping-Gütesiegel erhalten.

Welche Gefahren haben Anabolika?

Doping im Breiten- und Freizeitsport wird als Medikamentenmissbrauch bezeichnet. Verlässliche Aussagen über die tatsächliche Verbreitung von anabolen Steroiden (Anabolika) und anderen Hormonen im Breitensport können zwar nicht getroffen werden. Außer Frage stehen jedoch die gesundheitlichen Gefahren. Zu den Nebenwirkungen von Anabolika zählen u.a. Hodenschrumpfungen und Impotenz bei Männern bzw. „Vermännlichung“ des Körpers, Unfruchtbarkeit bei Frauen, Risiko für Herzgefäßerkrankungen, schädliche Veränderungen des Fettstoffwechsels etc.

Weitere Informationen:

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse