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Lebensübergänge

Eine alte Hand hält eine junge © flashpics
Veränderungen gehören zum Leben. Wir werden geboren und ab da beginnt das große Abenteuer „Leben“. Ob Krisen in der Pubertät, die Entwicklung von einer Partnerschaft zur Elternschaft oder Alterungsprozesse – all diese Lebensphasen sind nicht immer leicht zu bewältigen. Aber in Veränderungen liegen auch immer Chancen zu wachsen und zu reifen.

Die Zeit der Pubertät

Die Pubertät ist eine besondere Umbruchszeit. Sie ist ein Abschnitt der Adoleszenz (Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter) und stellt eine wichtige Entwicklungsphase dar. In diesem Zeitraum kommt es zur Geschlechtsreife. Die seelische Entwicklung dauert länger als die körperliche. Oft zeigt sich ein verändertes, manchmal sogar eigenartiges Verhalten. Typische Pubertätskrisen wie etwa Selbstunsicherheit oder Aggressivität können auftreten, aber beispielsweise auch Essstörungen.

Es ist hilfreich, in diesem Zeitraum auch außerhalb der Familie Bezugspersonen zu haben, wie z.B. Freunde oder Cliquen. Erwachsene sollen jungen Menschen in der Pubertät mit Konfliktfähigkeit, Wärme und Beständigkeit begegnen. Es geht darum, die eigene Identität zu finden, körperliche Veränderungen zu verarbeiten und mit den neuen Emotionen und Gedanken zurechtzukommen.

Folgende Broschüren können weiterhelfen:

Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter Pubertät.

Die Geburt eines Kindes

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, ist das meist ein Grund zur Freude. In dieser Zeit finden aber auch viele Veränderungen statt, die eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellen. Bekommt ein Paar zum ersten Mal Nachwuchs, wird aus einer Partnerschaft auch eine Elternschaft. Gibt es bereits ein Geschwisterchen, ist dieses natürlich neugierig auf das Baby – möchte aber auch weiterhin versorgt werden oder ist manchmal eifersüchtig.
Belastende Faktoren wie familiäre Schwierigkeiten oder finanzielle Unsicherheit können das neue Glück trüben. Die psychische Befindlichkeit der frischgebackenen Mutter (und gelegentlich die des Vaters) ist mitunter durch die großen Umstellungen – auch hormonell – beeinflusst. Es kann z.B. zum Auftreten des sogenannten Baby-Blues oder einer behandlungsbedürftigen postpartalen Depression kommen.

Weitere Informationen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt finden Sie unter Mutter und Kind und im Artikel Verhütung für die Zeit nach der Geburt.

Information bieten auch die Broschüre des Gesundheitsministeriums Unser Baby kommt und die Broschüre der Stadt Wien Psychische und soziale Belastungen in der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Wechseljahre & Andropause

Zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr kommen früher oder später die Wechseljahre. In dieser Zeit treten starke hormonelle Veränderungen auf. Bei der Frau nimmt die Fruchtbarkeit ab und endet schließlich. Monatsblutungen werden unregelmäßig und bleiben dann gänzlich aus. Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung wird Menopause genannt. So wie sich der Körper wandelt, macht auch die Psyche in dieser Phase Veränderungen wie etwa Stimmungsschwankungen durch.

Auch beim Mann ändert sich in dieser Zeit einiges. Man nennt die Wechseljahre des Mannes Andropause. Ungefähr ab dem 45. Lebensjahr ist es beim männlichen Geschlecht so weit. Nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern können unter anderem Schweißausbrüche und ein Nachlassen der Libido (weniger Lust auf Sex) vorkommen.

Gut über die Vorgänge während dieser Umbruchsphasen informiert zu sein kann helfen, besser damit zurechtzukommen. Bei vielen Paaren treten während der Wechseljahre Konflikte zutage. Toleranz und Anpassungsprozesse auf beiden Seiten sind notwendig, wenn sich der Körper und auch seine Bedürfnisse verändern. Kontakt und Zweisamkeit helfen, sich nicht auseinanderzuleben.

Die Wechseljahre bzw. die Andropause können aber auch echte Chancen bieten, zu sich selbst zu finden oder neue Wege zu entdecken. Älter zu werden ist ein natürlicher Prozess – die ewige Jugend gibt es nicht. Lebenserfahrung ist wertvoll, kann das Selbstbewusstsein stärken und gelassener machen.

Der Übergang in die Pensionierung

Nach jahrelanger harter Arbeit träumen viele von der Pension, davon, mehr Zeit zu haben oder reisen zu können. Doch im Ruhestand stellt sich manchmal nicht der gewünschte Effekt der Zufriedenheit ein. Der sogenannte „Pensionsschock“ kann eintreten. Darunter versteht man Anpassungsschwierigkeiten an das neue Leben, die unter anderem mit innerer Leere und einem Gefühl der Nutzlosigkeit einhergehen.

Nicht jede/jeder geht erst in fortgeschrittenem Alter in Pension. Frühpensionierungen stellen oft eine besondere Herausforderung dar. Manche Menschen möchten auch gar nicht in Pension gehen, da ihnen der Beruf viel Freude und Erfüllung bereitet. Es gibt Möglichkeiten, trotz Pensionierung noch beruflich tätig zu sein – etwa als Beraterin/Berater, Mentorin/Mentor oder durch das Ausüben einer anderen Beschäftigung, soweit die Bezahlung im Rahmen der Zuverdienstgrenze liegt. In manchen Fällen ist auch ein gleitender Übergang in die Pension möglich (Altersteilzeit). Ehrenamtliche Tätigkeiten in Hilfsorganisationen und Vereinen bieten sich ebenfalls an.

Es kann hilfreich sein, bereits vor dem Ruhestand ein wenig für die Zeit danach zu planen und sich vorzustellen, welche Aktivitäten darauf warten, in der Pension umgesetzt zu werden. Während des Ruhestandes tut es auch gut, Kontakte aufrechtzuerhalten sowie sich geistig und körperlich fit zu halten. Soziales und familiäres Engagement, für das nun mehr Zeit bleibt, kann ebenfalls sehr bereichernd sein.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 16.11.2012
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