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Alkohol im Unternehmen

Mann mit Anzug in Werkstatt © Juice Images

Problematischer Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit stellen Unternehmen nicht nur vor wirtschaftliche Herausforderungen. Sie haben vielerlei Auswirkungen, unter anderem auf das Arbeitsklima u.v.m.

Meist zeigen sich bei Betroffenen Veränderungen, z.B. des Verhaltes, Äußeren und/oder der Arbeitsleistung. Häufige Abwesenheit, Fehl- bzw. Krankenstandstage, aggressives Verhalten, aber auch Stimmungsschwankungen und Vernachlässigung des Äußeren – sowie Alkoholgeruch etc. können Anzeichen für Probleme sein.

Was Vorgesetzte tun (müssen)

Alkohol beeinflusst Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit. Arbeitsverhalten und Arbeitsleistung sind durch einen riskanten Konsum beeinträchtigt. Auch Vorgesetzte müssen rasch reagieren, wenn klar wird, dass die Arbeit (akut) beeinträchtigt ist. Das Unternehmen ist dabei nicht nur mit menschlichen und Leistungsproblemen konfrontiert, sondern unterliegt gesetzlichen Bestimmungen. Der Arbeitgeber ist beispielsweise verpflichtet, Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden zu treffen.

Prävention und Intervention

Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die nicht in der Lage sind, ihre Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen, mit anderen Tätigkeiten zu beschäftigen bzw. vom Arbeitsplatz zu verweisen. Auch bei möglichen Auffälligkeiten, die die Arbeit beeinträchtigen und auf einen hohen und regelmäßigen Alkoholkonsum hindeuten, sollten sie möglichst früh einschreiten. Dies wird beispielsweise in Form eines oder mehrere Gespräche getan (Interventionsgespräch). Unternehmen können zudem präventiv tätig sein und Suchtprävention im Betrieb verankern. Suchtpräventionsprogramme können – im Sinne der Gesundheit – im Unternehmen eingebettet werden.

Mit entscheidend für die Art und Weise, wie mit Alkohol im Unternehmen umgegangen wird, ist die Unternehmenskultur.

Einen problematischen Alkoholkonsum können auch Vorgesetzte zeigen. Es ist ratsam Unterstützung zu holen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in diesem Fall nicht verpflichtet, das Gespräch mit der/dem betroffenen Vorgesetzten zu suchen. Sie können jedoch ebenfalls auf Hilfestellungen zurückgreifen, z.B. bei einer niedergelassenen Ärztin/einem niedergelassenen Arzt (z.B. für Allgemeinmedizin), einer Betriebsärztin/einem Betriebsarzt oder bei spezialisierten Beratungsstellen. Des Weiteren können Sie sich an Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten oder Psychologinnen/Psychologen wenden. Suchtberatungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie unter

Die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten stehen auch Betroffenen selbst zur Verfügung.

Weitere Informationen

Wissenswertes zu präventiven Maßnahmen und zur Durchführung von Interventionsgesprächen finden Sie auf den folgenden Websites und in Broschüren:

Umfassende Infos sowie Infomaterialien gibt es zudem auf der Website des

Weitere Informationen zu Alkohol, möglichen Anzeichen übermäßigen Trinkens und zu Abhängigkeit finden Sie unter:

Informationen zu Arbeitsrecht, Kündigung und Entlassung finden Sie bei

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 25.02.2016
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