Logo des Gesundheitsportals

Safer Sex

Pärchen praktiziert Safer Sex mit Kondom © moodboard

Sex lässt viel Spielraum für persönliche Vorlieben. Dabei können wir bei allem, was wir aus Lust und Liebe tun, durch Safer Sex das Ansteckungsrisiko für sexuell übertragbare Krankheiten verringern.

Vaginalverkehr

Das HI-Virus kann bei Frauen über die Scheidenwände leicht in die Blutbahn eindringen. Infektionen im Genitalbereich und die Monatsblutung erhöhen das Ansteckungsrisiko. Beim Mann kann es über die Schleimhäute des Penis zur Ansteckung kommen. Sehr kleine, oft nicht spür- und sichtbare Verletzungen erhöhen das Risiko zusätzlich. HIV ist leichter vom Mann auf die Frau übertragbar als umgekehrt. Kondome bieten beim Vaginalverkehr einen guten Schutz.

Hinweis Keine geeignete Methode zum Schutz vor einer HIV-Übertragung ist das Herausziehen des Penis kurz vor dem Samenerguss (Coitus interruptus).

Analverkehr

Da hier die Schleimhäute leicht verwundbar sind, ist das Risiko einer HIV-Übertragung beim Analverkehr bei der passiven Partnerin/beim passiven Partner besonders hoch. Auch der aktive Partner ist gefährdet. Beim Analverkehr können dickere Kondome mit gleichzeitiger Verwendung von fettfreien Gleitmitteln einen erhöhten Schutz bieten.

Als Gleitmittel für alle Praktiken des Safer Sex werden nur wasserlösliche, für diesen Zweck bestimmte Substanzen empfohlen. Besonders ergiebig und mit einer guten Gleitfähigkeit versehen sind Gleitmittel auf Silikonölbasis.

Oralverkehr

Als risikoarm für eine HIV-Übertragung gilt das Stimulieren des Penis mit Mund oder Zunge. Um sicher zu gehen, sollte bei dieser Sexualpraktik aber kein Sperma in den Mund gelangen. Auch beim Oralverkehr bietet ein Kondom zusätzliche Sicherheit. Kondome schützen auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Das „Lecken“ der weiblichen Geschlechtsorgane durch die Partnerin/den Partner gilt ebenfalls als risikoarm. Nur während der Menstruation besteht eine höhere Infektionsgefahr. Sicheren Schutz beim Lecken bietet zum Beispiel „Dental Dam“ aus der Apotheke, ein Latextuch, das zwischen Mund und Scheide gelegt wird. Ersatzweise kann auch ein aufgeschnittenes Kondom verwendet werden.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Das Eindringen mit den Fingern in die Vagina oder den After ist auch bei nicht intakter Haut risikoarm. Lediglich während der Monatsblutung wird die Verwendung von Fingerlingen, Kondomen oder Gummihandschuhen empfohlen. Sexspielzeug und Zubehör sollte nach jeder Verwendung gereinigt werden. Besonders wenn mehrere Partner die gleichen Gegenstände verwenden, sollten sie vor jedem Gebrauch gesäubert werden.

Nähere Informationen zum Thema finden Sie im Artikel Kondome – worauf zu achten ist.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2012
Freigegeben durch:
Redaktion Gesundheitsportal
 
Logo des Bundesministeriums für Gesundheit
Transparente Grafik zwecks Webanalyse