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Risikovermeidung bei intravenösem Drogenkonsum

Flüssige Droge wird in Spritze aufgezogen © Jasmin Merdan
Die zwei wichtigsten Übertragungswege von lebensgefährlichen Krankheitserregern beim „Spritzen von Drogen“ sind Needle-Sharing (Nadeltausch) und Drug-Sharing (Teilen derselben Drogenmenge). Eine HIV-Übertragung findet dann statt, wenn eine der beteiligten Personen HI-Viren im Blut hat. Über diesen Weg können auch Hepatitisviren oder andere Krankheitserreger übertragen werden. Unhygienisches Hantieren kann eine Blutvergiftung (Sepsis) mit Bakterien oder Pilzen hervorrufen.

Eine HIV-Übertragung kann bei Drogenkonsumentinnen/-konsumenten selbstverständlich auch durch einen Sexualkontakt stattfinden.

Needle-Sharing

Wenn Nadeln und/oder Spritzen von mehreren Personen benutzt werden, können vor allem Viren wie HIV und Hepatitis C, aber auch Bakterien und Pilze in die Blutbahn gelangen. Einen sicheren Schutz vor Infektionen bieten dabei nur sterile Spritzbestecke. Das Reinigen eines bereits benutzten Spritzbestecks (zum Beispiel Auskochen mit Wasser, Desinfektion mit Haushaltsbleichmitteln oder konzentrierten Jodverbindungen, Reinigen mit medizinischem Alkohol) ist nur eine Notlösung und kein hundertprozentiger Schutz.

Drug-Sharing

Extrem riskant ist auch das Aufziehen der gesamten Drogendosis („Shore“, Heroindosis) mit einer Spritze, wenn danach Teilmengen an weitere Benutzerinnen/Benutzer abgegeben werden. Ist die erste Spritze oder Nadel nicht steril, können Krankheitserreger übertragen werden. Das „Pulver“ sollte deshalb in Portionen geteilt werden.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2012
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