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Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder

Kleinkind bekommt Impfung © Nobilior

Impfungen sind die wirksamste Maßnahme, um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Der Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder beinhaltet die wichtigsten empfohlenen Impfungen. Eine Übersicht des Impfkalenders für Säuglinge und Kleinkinder im Rahmen des Gratiskinderimpfprogramms sowie einen Überblick über alle empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder (inklusive kostenpflichtige Impfungen) finden Sie unter Impfplan 2015. Ziel des Gratisimpfprogramms ist es, allen in Österreich lebenden Kindern bis zum 15. Lebensjahr Zugang zu den für die öffentliche Gesundheit wichtigen Impfungen zu ermöglichen, ohne dass dafür den Erziehungsberechtigten Kosten erwachsen.

Hilfreiche Baby-App

Help4Baby begleitet werdende Eltern vom ersten Tag der Schwangerschaft an. Mit Eingabe des errechneten Geburtstermins und dem Tag der ärztlichen Erfassung der Schwangerschaft erstellt die App automatisch wichtige Termine. Sie erinnert aktiv an Termine für Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen oder an geburtsbedingte Behördengänge. Die wichtigsten Erstinformationen zum Termin werden mitgeliefert. Durch eine Verknüpfung können weiterführende Informationen auf help.gv.at nachgelesen werden. Es ist möglich, alle Termine von der App direkt in den persönlichen Kalender des Mobiltelefons zu übernehmen. Raum für eigene Notizen sowie eine Liste der wichtigsten Notfallrufnummern ergänzen das Angebot.

Hinweis Die Help4Baby App wurde für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Alle in die App eingetragenen persönlichen Angaben bleiben ausschließlich auf dem Mobiltelefon gespeichert.
Ausführliche Informationen zur App erhalten Sie unter HELP4Baby.

Impfkalender für Säuglinge und Kleinkinder

Impfungen fördern den Aufbau des Immunsystems. Der Körper entwickelt durch sie Antikörper gegen gefährliche Infektionen. Kinder sollten, nach Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums möglichst frühzeitig geimpft werden.

Um den Stressfaktor für Säuglinge und Kleinkinder möglichst gering zu halten, gibt es so genannte Kombinationsimpfstoffe. Durch diese wird das Kind gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig geimpft. Die Impfungen werden dann im Impfpass des Kindes vermerkt.

Da Impfungen freiwillig durchgeführt werden, entscheiden die Eltern, ob, wann und wogegen ihr Kind geimpft werden soll. Die im österreichischen Impfplan vorgesehenen Impftermine und Impfungen sind Empfehlungen. Wird aus irgendeinem Grund ein Termin versäumt, kann jede Impfung nachgeholt werden.

Hinweis Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll jeder Arztbesuch dazu genutzt werden, zu prüfen, ob die empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind, und - wo notwendig (d.h. unabhängig davon, wie lange das empfohlene Impfintervall überschritten wurde) - fehlende Impfungen nachzuholen.


Weitere Informationen zum aktuellen Impfplan finden Sie auf der Homepage des Gesundheitsministeriums und in der Impfbroschüre zum Thema Kinderimpfungen. 

Welche Zeitabstände sind zwischen den Impfungen einzuhalten?

Lebendimpfstoffe können gleichzeitig verabreicht werden, allerdings an verschiedenen Injektionsstellen. Werden sie nicht zeitgleich gegeben, wird ein Mindestabstand von vier Wochen empfohlen. Totimpfstoffe können ebenfalls gleichzeitig verabreicht werden. Es muss kein Zeitabstand zwischen verschiedenen Totimpfstoffen beachtet werden, ebensowenig zwischen Tot- und Lebendimpfstoffen. Wird der empfohlene Impfzeitpunkt versäumt, kann jede Impfung zum ehest möglichen Termin nachgeholt werden.

Es gibt keine unzulässig großen Abstände nach erfolgter Grundimmunisierung (mit mindestens zwei Impfungen im korrekten Intervall) bei adjuvantierten Impfstoffen. Auch eine für viele Jahre unterbrochene Grundimmunisierung muss nicht neu begonnen werden. Allerdings sollten Personen, welche schon länger als 20 Jahre die allgemein empfohlenen Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus nicht erhalten haben, bei Wiedereinstieg in das empfohlene Schema eine Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und ev. Kinderlähmung erhalten, gefolgt von einer Diphtherie-Tetanus-Impfung im Abstand von 1-2 Monaten (siehe Erläuterungen zu diesen Impfungen). Für Diphtherie und Tetanus bietet sich nach der Auffrischungsimpfung eine serologische Impferfolgsüberprüfung an.

Vor welchen Krankheiten Impfungen schützen?

Gegen folgende Krankheiten ist Ihr Kind durch Impfungen geschützt:

Aufklärungspflicht bei Schutzimpfungen

In Österreich gibt es keine Impfpflicht. Die Entscheidung, ob jemand geimpft werden möchte oder nicht, liegt bei jedem Selbst. Um eine Entscheidungsfindung für oder gegen eine Impfung erlangen zu können, bedarf es Information und Aufklärung durch die Ärztin/den Arzt. Nähere Informationen erhalten Sie unter Impfen: Information & Aufklärung.

Wo kann ich mein Kind impfen lassen?

Kinder unter sechs Jahren können bei folgenden Ärztinnen und Ärzten und Einrichtungen geimpft werden:

  • Niedergelassene Kinderärztin und niedergelassener Kinderarzt
  • Niedergelassene Ärztin und niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin
  • Öffentliche Impfstellen der Bundesländer (Bezirksgesundheitsämter, Bezirkshauptmannschaften und Elternberatungsstellen)
  • Gesundheitszentren der Sozialversicherung

Hinweis Kinder im Pflichtschulalter erhalten die nötigen Schutzimpfungen in der Schule.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für die im Impfplan empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder im Rahmen des Gratiskinderimpfprogrammes werden gemeinsam von Bund, Ländern und Sozialversicherung übernommen.

Wo erhalten Eltern kostenlose Impfstoffe?

In den Gesundheitseinrichtungen der Sozialversicherung, den behördlichen Impfstellen
und bei Hausapotheken führenden Ärztinnen/Ärzten erhalten Eltern den Impfstoff
direkt und kostenlos.

Damit Eltern den Impfstoff auch in der Apotheke kostenlos erhalten, gibt es das sogenannte Impfscheckheft oder Impfgutscheine. Eltern bekommen dieses entweder direkt nach der Geburt oder bei der Kinderärztin/beim Kinderarzt. Das Impfscheckheft beinhaltet Impfgutscheine für alle im Impfplan empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder. Die Impfungen sind kostenlos. Es ist auch keine Rezeptgebühr für den Impfstoff zu zahlen.

Auf dem Impfgutschein befinden sich Anforderungsscheine mit Rezeptabschnitten für die Impfungen. Die Impfärztin/der Impfarzt füllt den Rezeptabschnitt für die jeweilige Impfung aus und stempelt ihn ab. Gegen Vorlage des ausgefüllten Rezeptabschnittes erhalten Sie den Impfstoff kostenlos in der Apotheke. Der Rezeptabschnitt und der Anforderungsschein bleiben in der Apotheke.

Führt die Impfärztin/der Impfarzt eine Hausapotheke und hat den Impfstoff lagernd, wird der Rezeptabschnitt in der Arztpraxis entwertet. Den Anforderungsschein verwendet die Ärztin/der Arzt dazu, den jeweiligen Impfstoff wieder über ihre/seine Lieferapotheke zu beziehen.  

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 17.02.2015
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