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Ernährung älterer Menschen

Älterer Mann isst Fruchtsalat © Monkey Business

Grundsätzlich gilt für gesunde ältere Menschen Ähnliches wie auch für jüngere. Wer sich gesund, ausgewogen und bedarfsgerecht ernährt, kann damit rechnen, keine Mangelerscheinungen zu bekommen.

Jedoch verändert sich mit zunehmendem Alter der Körper. Der Energieverbrauch nimmt ab, der Muskelanteil geht meist zurück, und auch der Anteil an Wasser wird geringer. Häufig steigt dafür der Anteil an Körperfett. Der Bedarf an Nährstoffen (wie Vitamine und Mineralstoffe) bleibt hingegen meist ähnlich hoch. Er kann sich sogar z.B. aufgrund von Medikamenteneinnahme erhöhen.

So essen Seniorinnen/Senioren ausgewogen

Worauf ältere Menschen bei ihrer Ernährung achten sollten:

  • Lebensmittel auswählen, die viele wichtige Nährstoffe enthalten und trotzdem relativ kalorienarm sind (z.B. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, fettarme Milch und Milchprodukte) sowie auf die Aufnahme von fettreichem Seefisch und hochwertigen, pflanzlichen Ölen achten.
  • Fleisch und Wurstwaren sowie Eier in Maßen essen.
  • Fett- und zuckerreiche sowie stark gesalzene Lebensmittel meiden – mit Salz sparsam umgehen.
  • Die Mengen und Portionsgrößen insgesamt verkleinern.

Oft wird auf das Trinken vergessen oder die Menge nicht richtig eingeschätzt. Auch lässt das Durstempfinden im Alter nach. Daher ist es für ältere Menschen besonders wichtig, zu trinken, bevor das Durstgefühl entsteht. Dabei kann es hilfreich sein, Getränke bewusst in den Alltag einzubauen:

  • Ausreichendes Trinken bedeutet mindestens 1,5 Liter pro Tag (z.B. Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte).
  • Zu jeder Mahlzeit trinken (z.B. Tee am Morgen, Wasser zu Mittag und Wasser oder verdünnten Fruchtsaft zwischendurch). Auch Suppen und Obst enthalten Flüssigkeit. Diese werden jedoch nicht zu den 1,5 Liter Getränken pro Tag gezählt, sondern sollten zusätzlich gegessen werden.
  • Alkohol nur in Maßen trinken!

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe sind vor allem auch für ältere Menschen wichtig. Einigen von ihnen kommt mit zunehmenden Jahren eine besondere Bedeutung zu:

  • Vitamin D und Kalzium: Vitamin D ist für den Stoffwechsel von Kalzium und dadurch auch für den Knochenstoffwechsel notwendig. Wenn sich ältere Menschen zu wenig im Freien aufhalten, kann es zu einem Mangel kommen (Vitamin D kann durch die Einwirkung von Sonne in der Haut vom Körper selbst gebildet werden). Außerdem kann ein Vitamin-D-Mangel – neben anderen Faktoren – im Zusammenhang mit der Entstehung von Osteoporose stehen und diese zudem beschleunigen. Als Vitamin-D-reiche Lebensmittel gelten besonders fette Fischsorten wie Lachs oder Makrele.

    Weitere Informationen finden Sie unter Vitamin D, Kalzium sowie Ernährung und Osteoporose.

  • Folsäure: Ein Folsäuremangel kann indirekt als Risikofaktor für Schlaganfall wirken. Nahrungsfolat wird vor allem mit frischem Gemüse und Obst aufgenommen. Die Zufuhr ist meist zu niedrig.

    Weitere Informationen finden Sie unter Folsäure

Was sonst noch zu beachten ist

Die Verdauungstätigkeit verlangsamt sich im Alter, Kau- und Schluckbeschwerden können auftreten, manche Lebensmittel werden nicht mehr so gut vertragen (z.B. rohes Gemüse). Geschmacks- und Geruchssinn sind nicht mehr ganz so stark ausgeprägt. Vor allem bei hochbetagten Menschen lässt der Appetit nach. Das kann zu Mangel- und Unterernährung führen. Daher kommen Vitaminmangel und Gewichtsverlust im hohen Alter häufiger vor.

Die Folgen von Mangelernährung und Untergewicht im Alter können sein:

  • körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigung,
  • verminderte Immunfunktion,
  • verzögerte Genesung nach Erkrankungen.

Über eine eventuelle Gabe von Medikamenten entscheidet die Ärztin/der Arzt.

Die Grundregeln gesunder Ernährung sind in der Österreichischen Ernährungspyramide dargestellt.

Tipp Schmackhafte Rezepte und praktische Hinweise finden Sie unter Gesunde Rezepte für ältere Menschen. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 16.07.2012
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