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Die Psyche nach der Geburt

Depressive Frau © Pauline Breijer
Neun Monate Schwangerschaft: Endlich ist das Baby da. Eigentlich gäbe es allen Grund, um glücklich zu sein. Doch einige Frauen sind es nicht. Tränen, Ängste und Sorgen überlagern die Glücksgefühle und lassen die Muttergefühle noch im Verborgenen.  

Wenn die Psyche in der Krise ist

Ungefähr 15 bis 20 Prozent der Frauen leiden nach der Geburt an einer psychischen Krise bzw. Depression. Eine Krise bzw. Depression entsteht häufig im Zusammenhang mit bedeutsamen Erlebnissen, die verarbeitet werden müssen. Die Geburt eines Kindes ist ein typisches Beispiel dafür.

Die psychischen Krisen nach der Geburt lassen sich in drei verschiedene Kategorien gliedern:

Für die Diagnose einer psychischen Krise können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Allgemeinmedizinerin/Allgemeinmediziner
  • Hebamme
  • Gynäkologin/Gynäkologe
  • Kinderärztin/Kinderarzt
  • Psychologin/Psychologe (www.boep.eu)
  • Psychiaterin/Psychiater
  • Krankenhaus mit psychiatrischer Abteilung

Wo finde ich Hilfe und Unterstützung?

Unter folgenden Links finden Sie Hilfe und Beratung:

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Eine Psychotherapie ist grundsätzlich eine private Leistung, die nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Die Krankenkassen gewähren jedoch bei sogenannten „krankheitswertigen Störungen“ einen Zuschuss pro Therapiesitzung. Die Abdeckung der Kosten für eine Psychotherapie durch die Krankenkasse ist in den österreichischen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Kostenzuschüsse werden geleistet, wenn:

  • die Psychotherapie zur Behandlung einer Krankheit notwendig ist,
  • die Psychotherapie von Personen durchgeführt wird, die zur selbstständigen Ausübung dieser Therapie berechtigt sind.
Um jedoch einer gewissen Zahl an Patientinnen und Patienten eine vollständige Übernahme der Psychotherapiekosten (je nach Bundesland unterschiedliche Lösungen und Modelle) zu ermöglichen, stehen einzelnen Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten zwei bis vier Kassenplätze zur Verfügung. Bei Verfügbarkeit eines solchen Kassenplatzes entstehen den Patientinnen/Patienten keine Kosten für die Therapie.
 
Informationen über die Möglichkeit einer Psychotherapie auf Krankenschein erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist grundsätzlich kostenlos. Einige Selbsthilfegruppen verlangen jedoch einen kleinen Unkostenbeitrag. 

Weitere Informationen

Die umfrangreiche Broschüre des Fonds Soziales Wien Eigentlich sollte ich glücklich sein enthält Wissenswertes zur postpartalen Depression. Sie informiert über das Krankheitsbild und die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung.

Die verwendete Literatur finden Sie im Quellenverzeichnis.

Zuletzt aktualisiert am: 21.02.2013
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